Dienstag, 23. März 2021

Apfelkuchen (ohne Fett)!!!

Hallo zusammen,
 
hier bin ich mal wieder. Entschuldigt die lange Pause, aber jetzt hab ich doch wieder Lust weiter zu machen. Zwischenzeitlich hab ich jetzt meinen zweiten Bub bekommen und damit ist meine kleine Familie (vorerst) mal komplett. Und da ich mich jetzt in meiner zweiten Karrenz befinde, und der zweite Zwerg langsam zu besseren Nächten tendiert (haleluja!), gibt's hier jetzt mal ein Rezept für einen halbwegs gesunden Apfelkuchen - ohne Butter oder Öl - aber denoch supersaftig dank Milch und massig Äpfeln. 
 
Bitte unbedingt probieren. 
 
Alles Liebe und viel Spaß!
 
Zutaten:
200g Mehl glatt ( hab ca. 1/3 Vollkornmehl verwendet)
1/2 Packerl Backpulver
1 Prise Salz
1/2 TL geriebene Zitronen- oder Orangenschale
2 große Eier
100g brauner Zucker
80ml Milch
500g geschälte und klein gewürfelte Äpfel
Ca. 2 EL Mandelblättchen
Etwas brauner Zucker
Eine Winzigkeit Butter (für die Form)
 
Anleitung:
Mehl, Backpulver, Salz und die geriebene Zitronen- oder Orangenschale (ich hatte da so ein Packerl von Spar Naturpur) in einer Schüssel vermischen.

Dann Eier, Zucker und Milch schaumig rühren. 

Mehlmischung unterheben und ganz zum Schluss die Äpfel untermengen. Eine Handvoll der Apfelwürfel für die Oberseite beiseite legen.

Alles in eine gebutterte und gemehlte Form geben. Oben noch die Apfelwürfel, Mandelblättchen und etwas braunen Zucker aufstreuen und bei 180 Grad ca. 25-30min ins Backrohr (Ober-/Unterhitze mit Vorheizen). 

Etwas auskühlen lassen und noch warm mit einem kalten Glas Milch genießen. 
Schmeckt aber auch am nächsten Tag noch herrlich saftig und lecker.



Bon Appetit!

Samstag, 13. Januar 2018

Mehrkornbrot

Körndlbrot esse ich sehr gerne. Hier mal wieder was aus der Reihe der Miele-Brotrezepte. Die Hirsekörndl aussen sind etwas gewöhnungsbedürftig, schmecken aber auch großartig.



Rezept für ein leckeres Brot

Zutaten:
250g glattes Mehl
250g Dinkelvollkornmehl
2 TL Salz
1 TL Zucker
3 EL Leinsamen
3 EL Hirse
3 EL Sonnenblumenkerne
350ml Wasser (lauwarm)
1 Packerl Trockengerm

Zum Bestreuen:
2 EL Leinsamen
2 EL Hirse
2 EL Sonnenblumenkerne

Anleitung:
Mehle, Salz, Zucker, Körner und Trockengerm mischen. Dann das warme Wasser zugeben. Zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig im Backofen bei ca. 50 Grad Ober-/Unterhitze 30min gehen lassen.

Backrohr auf 180 Grad vorheizen.

Eine Kastenform ausfetten und mit den Körndln ausstreuen.

Den aufgegangenen Teig gut durchkneten und in die Kastenform geben. Schräg einschneiden, mit Wasser bestreichen und mit Körnern bestreuen. Noch einmal 10min gehen lassen.

Brot ca. 40-50min goldbraun backen. Auskühlen lassen. Genießen!

Bierstangerl mit Kümmel

Ich habe einen neuen Herd. Seit ca. Mitte letzten Jahres und netterweise hat Miele dazu noch ein paar Rezeptbücher dazu gegeben, damit man die tollen Programme, die das Backrohr hat, noch besser nutzen kann. Also probiere ich mich seit einem halben Jahr hin und wieder, wenn der kleine Zwerg mich lässt, durch diverseste Brotrezepte. Diese Bier-Kümmel-Stangerl lieben wir heiß. 


Rezept für ca. 8 Stangerl

Zutaten:
375g Weizenmehl
1 Packung Trockenhefe
2 TL Salz (gestrichen)
250ml Bier
1 TL Honig
4 EL Rapsöl
1 TL Kümmel

zum Bestreichen:
etwas Bier
Kümmel

Anleitung:
Mehl und Trockengerm mischen. Salz, Bier, Honig, Öl und Kümmel hinzufügen. Alles gut mischen bis ein glatter Teig entsteht. Bestäuben und in einer Schüssel zugedeckt mind. 30min gehen lassen, bis der Teig sich sichtbar vergrößert hat.

Den Teig mit Mehl bestäuben, aus der Schüssel nehmen und noch einmal durchkneten. Dann in 8 Teile teilen. Jedes Teil in eine Stange formen. Die Stangen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Stangerl zudecken und noch einmal an einem warmen Ort gehen lassen bis sie sich noch einmal vergrößert haben.

Backrohr auf 180 Grad vorheizen.

Die Stangen mit Bier bestreichen, mit einem Messer ca. 3x einritzen und mit Kümmel bestreuen.

Ca. 25min im Rohr belassen und dann das Backblech herausnehmen und Stangerl auskühlen lassen.

Schmecken hervorragend lauwarm mit Butter.

Lecker!! Lasst es euch schmecken!

Marillenkuchen

Anfang Jänner hatte mein Schatz wieder mal Geburtstag (1x im Jahr - unfassbar!). Und da er sich als Abendessen mit Freunden "nur" Backofen-Fisch mit Blechgemüse gewünscht hat, hab ich ihm zumindest einen Kuchen gebacken, den er wirklich gerne mag. Mein Großer mag Torten gar nicht so gerne, dafür liebt er Blechkuchen. Meine Mama hat dafür noch eingefrorene Marillenhälften gesponsert und mein hochgeliebtes Kronenzeitung-Kochbuch das passende Rezept geliefert. Und es hat mich wieder einmal nicht enttäuscht.



Rezept für ein kleines Blech oder eine runde Backform

Zutaten:
6 Eier
100g Zucker
50ml Rapsöl
100g glattes Mehl
120g gemahlene Mandeln
1/2 Packerl Backpulver
1 Prise Salz
1/2 kg Marillen
brauner Zucker

Anleitung:
Backrohr auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Eiklar und Dotter voneinander trennen. Eiklar mit der Hälfte des Zuckers steif schlagen. Dotter mit der anderen Hälfte des Zuckers und dem Rapsöl schaumig schlagen.

Mehl, Mandeln, Backpulver und Salz mischen und unter den Eigelb-Schaum mischen. Erst ganz zum Schluss den Eischnee unterheben.

Backform ausfetten und mit Mehl bestäuben. Teig einfüllen und Marillenhälften in den Teig drücken. Braunen Zucker darüber streuen.

Ca. 35min backen.
Vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen.

Guten Appetit!

Apfelbrot

Eine spontane Idee an einem Sonntag - ohne Eier daheim, aber einer Riesenlust auf Kuchen. Und das liebe Internet weiß auch dann noch Abhilfe. Großartige Abhilfe. Dieses leckere kernige (weil nussig darf ich bei Cashews ja nicht sagen) und fruchtige Apfelbrot passt herrlich auf jeden Kaffeetisch an einem Sonntagnachmittag, an dem die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen. Schöne Winterzeit...


Rezept für ein leckeres Apfelbrot:

Zutaten:
3 Äpfel
1/2 Zitrone bzw. der Saft davon
80g brauner Zucker
300g Dinkelmehl
1 Packerl Backpulver
1 Prise Salz
100g Cashewkerne
50g getrocknete Cranberries
Zimt
Butter (zum Ausfetten der Form)

Werkzeug:
1 Kastenform 30cm
2 Schüsseln
1 Reibe
1 Löffel

Anleitung:
Äpfel waschen, Kerngehäuse entfernen und samt der Schale grob raspeln. Mit Zucker und Zitronensaft vermengen und ein paar Stunden stehen lassen.

Mehl, Backpulver, Zimt, Salz, Cranberries und Cashewkerne vermengen und unter die Apfelmasse mengen.

Je nachdem ob die Menge etwas zu fest oder zu weich ist, etwas Milch oder Mehl zugeben.

Backrohr auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und das Apfelbrot in 60min goldbraun backen.

Das Apfelbrot schmeckt herrlich noch lauwarm mit etwas Butter und einem großen kalten Glas Milch.

Bon Appetit!

Kokosreis mit Chili-Hendl

Ich lasse die Werbeprospekte üblicherweise gleich volé in den Papiermüll wandern, mit einer Ausnahme: dem Hofer-Prospekt. Ich geb's zu. Ich bin einfach ein Hofer-Kind. Wenn, dann geh ich in diesen Discounter. Lidl & Co. mag ich einfach nicht. Total irrational und unbegründet, ich weiß. Ist aber so.
Aber trotz meiner Vorliebe für Hofer, nehme ich die darin angeführten Rezeptideen normalerweise eigentlich nicht mal war. Aber anscheinend hatte ich beim letzten Prospekt einfach Hunger und der gelbe Reis ist mir förmlich ins Gesicht gesprungen, bzw. in den Magen. Und zufällig hatte ich alles nötige daheim - manchmal finde ich meinen Vorratstrieb ganz gut ;)

Und mein Lieblings-Testesser hat das Rezept für hervorragend befunden. Genau die richtige Menge an Kokos-Kurkuma-Geschmack und einem Hauch von Limette. Juhu. Volltreffer!
(Nächstes Mal gibt's auch ein Foto - diesmal war alles viel zu schnell weg!)

Rezept für 4 Portionen

Zutaten:
Kokosreis:
Olivenöl
1/2 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 TL gemahlener Ingwer
1/2 TL Salz
1/2 TL Kurkuma
200ml Kokosnussmilch
200g Basmatireis
300ml Wasser

Chili-Hendl:
400g Hendl
150ml Kokosnussmilch
2 EL Sojasauce
1 Prise Chili
getrockneter Basilikum
1 Schale von einer Limette
Salz
Pfeffer
Erdnussöl
Erdnüsse (zerstampft und geröstet)
ev. frischer Koriander
ev. Jungzwiebel

Anleitung:
Kokosreis:
Zwiebel und Knoblauch klein schneiden und in etwas Olivenöl anrösten. Kurkuma, Ingwer, Salz und Pfeffer zugeben. Den Reis kurz mitrösten. Mit Kokosnussmilch und Wasser ablöschen. Und auf kleiner Stufe ca. 15min dahinköcheln lassen bis der Reis fertig ist.

Chili-Hendl:
Hendl in kleine Würfel schneiden. Mit Kokosmilch, Basilikum, Salz, Pfeffer, Chili, dem Abrieb einer Limette und Sojasauce marinieren. Mind. 30min ziehen lassen. Erdnussöl erhitzen und die abgetropften Hendlwürfel darin braun braten (Fett abschöpfen und weggeben) und anschließend mit etwas von der Kokosmilchmarinade ablöschen.
Danach (wenn vorhanden) Jungzwiebel-Ringerl und frischen Koriander unterrühren und noch mal kurz mitdünsten.

Zum Servieren Kokosreis in einen Teller geben, Hendlwürfel darübergeben, mit gerösteten Erdnussstückchen bestreuen. Eventuell noch mit etwas Limettensaft beträufeln.

Mahlzeit!



Sonntag, 26. November 2017

Anis-Kekse

Jupidu, es weihnachtet sehr. Und heuer gibt's auch ein paar Versuche mit Weihnachtskeksen. Kekse mache ich irgendwie nie. Ich mag auch nur ganz wenige... Kokosbusserl sind mein Alltime-Favourite und Anis-Kekse gehen auch immer. Da ich keine Kokosraspeln daheim hatte dieses Wochenende, sind es also die Anis-Kekse geworden. Hier das Rezept für euch... ich hoffe, die Kekse überleben bis Weihnachten. Sonst muss ich noch mal backen, wenn ich schon allen Kekse verspreche :)

Fotos gibt's leider keine... vielleicht reiche ich die dann mal nach.


Rezept für ca. 4 Blech:

Zutaten:
4 Eier
200g Staubzucker
120g glattes Mehl
Anis

Werkzeug:
1 Mixer
1 Rührschüssel
1 Schneebesen
1 Teelöfferl
1 Waage
2 Bleche + Backpapier
1 Backrohr

Anleitung:
Eier und Staubzucker schaumig mixen. Dann das Mehl vorsichtig mit dem Schneebesen unterheben.

Mit einem Teelöfferl den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech portionieren. Großzügig Abstand lassen, die Kekse laufen ziemlich auseinander. Mit Anis bestreuen.

Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Kekse ca. 5 min bei Umluft backen bis sie schön goldbraun sind.

Abkühlen lassen und in einer Keksdose luftdicht verschließen.

Schmecken herrlich zu Früchtetee oder einem kalten Glas Milch... :)

Marzipan-Kekse

Gerade rechtzeitig vor Weihnachten möchte ich meinen Blog wiederbeleben. Es ist so viel passiert. Ich bin jetzt Mami. Mein Zwerg darf zwar noch keine Kekse essen, aber vielleicht nächstes Jahr... wenn er brav ist :)

Fotos gibt's leider keine. Aber die Kekse sind zu lecker, als dass ich das Rezept vergessen möchte. Ich zähle also auf eure Vorstellungskraft.


Rezept für 2 Bleche:

Zutaten:
100g Butter
100g Staubzucker
1 Ei
1 Schuß Rum
100g Mandeln
100g Marzipan
100g glattes Mehl
1/2 Packerl Backpulver
1 Prise Salz

Werkzeug:
1 Rührschüssel
1 Mixer
2 Backbleche + Backpapier
1 Teelöfferl
1 Backrohr

Anleitung:
Butter und Staubzucker schaumig rühren.
Ei, Rum, Mandeln und Marzipan dazu mixen.
Mehl, Backpulver und Salz vermischen und ganz zum Schluss vorsichtig unterheben.

Mit einem Teelöfferl kleine Kügelchen formen und auf dem Blech verteilen.

Bei 180 Grad Umluft ca. 10-15min backen, bis die Kekse schön goldbraun sind.

Abkühlen lassen, luftdicht in einer Keksdose verstauen, damit die Kekse nicht allzu schnell verschwinden... :)

Freitag, 9. September 2016

Gefüllter Schweinebauch mit Stöcklkraut und Gemüse

Letztens hatten wir mal wieder was zu feiern und da wir das leckere, gefüllte Bratl eh schon ewig nicht mehr machen konnten, haben wir uns aufgerafft und diese herrliche, österreichische Spezialität zubereitet. Üblicherweise bin ich bei diesem Gericht nur die Schnippelhilfe, aber da mein Freund sich diesmal zeitlich etwas vertan hat, durfte ich ganz alleine ran... und hatte fast ein bisserl Angst, dass ich die kruspelige Kruste nicht so schön hinbekommen sollte, wie mein jahrelang erprobter Schatz. Meine Angst war Himmel sei Dank unbegründet. Die Kruste wurde richtig schön kross und krachte richtig laut zwischen den Zähnen. Das Stöcklkraut war genau richtig durch und alle waren begeistert und schlussendlich heillos überfressen, weil beim Einkaufen des Schweinebauchs meine Augen mal wieder größer als der Magen waren... der Braten war wirklich riesig! Aber der Braten schmeckt auch aufgewärmt noch unglaublich lecker... :)


Rezept für 8 Portionen:

Zutaten:
für den Braten:
2,3 kg Schweinebauch
3 Knoblauchzehen
1 kleine Zwiebel
Schweinsbratengewürz
Korianderkörner
Majoran
Öl
Salz
Pfeffer
Butterschmalz
1 Bier
1/2l Brühe (wir hatten Gemüsebrühe)

für die Füllung und etwaige Knödel als Beilage:
500g Knödelbrot
Eier
Milch
Petersilie
2 große weiße Zwiebeln
Salz Pfeffer

für die Gemüsebeilage:
2 große weiße Zwiebeln
5 Knoblauchzehen
ca. 15 kleine Erdäpfel
ca. 5 Karotten

für das Stöcklkraut:
1 Krautkopf
Essig
1 EL Kümmel
2 TL Salz
Wasser

Werkzeug:
1 großes scharfes Messer
1 Reindl
1 Gemüseschäler
1 Messbecher
1 Pfannenwender
1 Pfanne
1 große Schüssel
1 Nadel und Bindfaden
Zahnstocher
1 Kochtopf mit Deckel
1 Abseiher
Frischhaltefolie

Anleitung:
Die Knödelfülle:
Die Zwiebeln feinwürfelig schneiden und in etwas Öl anbraten.
Milch warm machen. Knödelbrot, die Eier, Petersilie und die Zwiebelwürfel in eine Schüssel geben, mit der Milch übergießen und mit den Händen gut durchkneten. Die Masse sollte schön weich, aber noch fest sein. Kurz beiseite stellen.

Der Braten:
Mit einem scharfen Messer in den Schweinebauch eine Art "Tasche" schneiden - sprich so, dass nur auf einer Seite ein Loch ist (man kann das aber auch direkt beim Fleischer oder in der Fleischabteilung seiner Wahl machen lassen).

Dann die Schwarte oben gleichmäßig einritzen - dabei aufpassen, dass man nicht aus versehen durchschneidet und so zusätzliche Löcher in den Bauch macht.

Knoblauchzehen und Zwiebel schälen. Knoblauch pressen und die Zwiebel in ganz feine Würfel schneiden. Ebenfalls die gemörserten Korianderkörner, den Kümmel und das Schweinebratengewürzsalz gut vermegen, gegebenenfalls noch einmal ein bisschen zermörsern.
Zwiebeln, Knoblauch, Gewürze und etwas Öl miteinander vermischen und dann den Schweinebauch sowohl innen als auch außen großzügig damit einreiben. Besonders die Schwarte muss richtig gut mit Salz bearbeitet werden, damit sie später recht knusprig wird.

Jetzt darf der Schweinebauch mit der Knödelfülle gefüllt werden. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Fülle wirklich bis ins letzte Eck des Schweinebauchs gedrückt wird. Der Schweinebauch soll schön dick gefüllt sein, allerdings auch nicht fast platzen, da sich die Knödelfülle später noch etwas ausdehnt und sonst platzt der Schweinebauch tatsächlich auf. Das ist zwar keine Tragödie, sieht aber nicht so hübsch aus. Anschließend die offene Seite mit Nadel und Bindfaden vernähen. Dabei hilft es, mit der Nadel direkt in die Einritzungen zu stechen, weil man die Nadel üblicherweise durch die dicke Fettschwarte fast nicht durchbekommt.

Dann den Schweinebauch samt "Tinktur" und Füllung mit Frischhaltefolie einwickeln und mindestens 24h kalt stellen und einziehen lassen.

Mit der restlichen Knödelfülle können noch ein paar einzelne Knödel geformt werden.

Nach der Einwirkzeit den Braten aus dem Kühlschrank nehmen und noch einmal mit Schweinsbratengewürzsalz auf der Kruste einreiben, dann etwa eine Stunde bei Raumtemperatur lassen.
Im Bräter etwas Butterschmalz (im Backrohr bei 250 Grad) zerschmelzen lassen und den Braten auf der Schwarte ca. 20min knusprig braten. Dann wenden, so dass die Schwarte nach oben schaut und ein paar Butterschmalzflocken auf der Kruste verteilen.

Ca. 250ml Bier und 250ml Brühe zugeben (allerdings darauf achten, dass nichts auf die Schwarte kommt) und ca. 60min bei 200 Grad im Backrohr belassen. Immer wieder Bier und Brühe seitlich nachgießen.

Beilagengemüse:
Währenddessen Zwiebeln, Knoblauchzehen, Erdäpfel und Karotten putzen und schälen und in Stücke schneiden. Nach den 60min das Gemüse zum Braten in den Ofen geben, noch einmal ordentlich mit Brühe und Bier, Kümmel, Salz und Pfeffer übergießen und für weitere 60min im Backrohr belassen. Auch hier wieder darauf achten, dass nichts auf dem Schweinebauch zum Liegen kommt.

Stöcklkraut:
Einen Krautkopf je nach Größe in Spalten schneiden. Die Spalten mit Zahnstocher fixieren, sodass sie dann im Wasser nicht zu leicht zerfallen können.

Einen Topf mit Wasser, Kümmel, Essig und Salz erhitzen und das Stöckelkraut bissfest kochen, dann aus dem Wasser nehmen und abseihen.
Ca. 15min bevor der Braten ungefähr fertig ist, das Stöcklkraut ebenfalls mit in den Bräter geben und mit dem Beilagengemüse und der Braten mitbraten lassen.

Anrichten:
Braten in Scheiben schneiden (Achtung, das zugenähte Ende sollten nicht die Gäste bekommen... ;) und mit Gemüse, Stöcklkraut, eventuell noch zusätzlichen Knödeln und Bratensaft servieren.

Dazu passt natürlich hervorragend ein kühles Bier... Lasst es euch schmecken!!!!


Donnerstag, 25. August 2016

Heidelbeer-Topfen-Griesauflauf

Mein Papa hat nicht nur eine Nase für Schwammerl, sondern auch für im Wald wachsende Beeren jeglicher Art. Diesmal im Programm: Schwarzbeeren. Auch Heidelbeeren genannt. Oder Blaubeeren. Keine Ahnung, welche Ecke was genau sagt. Für mich sind es Heidelbeeren. Schon richtig schön reif und süß. Normalerweise esse ich sie am liebsten pur oder mit etwas Naturjoghurt. Diesmal hatte ich so viele, dass ich mir auch mal was anderes einfallen lassen musste. Außerdem musste ich ein Packerl Sauerrahm und ein Packerl Topfen und Eier von der letzten Kocherei am Wochenende weiterbekommen, bevor sie in den Ablauftod driften sollten... Netterweise hatte Google da ein paar richtig gute Ideen und so lies ich mich zu einem Heidelbeer-Topfen-Griesauflauf inspirieren. Unglaublich fluffig und suuuuperlecker. Den müsst ihr einfach probieren...


Rezept für 6 Portionen:

Zutaten:
5 Eier
100g Zucker
50ml geschmacksneutrales Öl
1 Packerl Vanillezucker
2 Packerl Vanillepuddingpulver
100g Gries
1 Packerl Topfen
1 Sauerrahm
250g Heidelbeeren
etwas Butter
1 Prise Salz

Werkzeug:
1 Mixer
2 Mixgefäße
1 Backform
1 Küchenwaage

Anleitung:
Backrohr auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Eier trennen.
Eischnee mit der Hälfte des Zuckers steif schlagen.

Die Dotter mit der anderen Hälfte des Zuckers, dem Vanillezucker und dem Öl schaumig schlagen.
Topfen, Sauerrahm, Gries, die Prise Salz und Vanillepuddingpulver untermixen.

Dann den Eischnee und die Heidelbeeren vorsichtig unterheben.

Eine Backform ausbuttern und den Teig gleichmäßg verteilen.

Das Ganze für ca. 30-40min ins Backrohr geben - besonders in der Mitte darauf achten, dass der Teig durch ist.

Kann man gleich warm mit einem kalten Glas Milch genießen. Schmeckt aber auch kalt unglaublich lecker.


Guten Appetit!

Montag, 22. August 2016

Griechischer Reis

Heute gibt es - Überraschung ;) - mal wieder ein Rezept aus der Sparte "Schnelles, schmackhaftes Abendessen". Ein Gericht, das ich aus unserer Kantine kenne... allerdings haben die da ca. pro Portion zwei ganze Zwiebeln verarbeitet und es dadurch einfach zu zwiebelig. Die Idee fand ich aber gut und daher hab ich sie mir für ein Abendessen schon länger in den unendlichen Weiten meiner Gehirnwindungen abgespeichert. Und wieder vergessen... und gestern Abend hatte ich dann unglaubliche Lust auf ein Reisgericht und irgendwie nicht so viele Zutaten daheim. Aber zufällig Oliven und Feta. Und die ersten Tomaten von meinem kleinen Balkongarten. Lasst es euch schmecken... :)


Rezept für ca. 2 große Portionen:

Zutaten:
1/2 Tasse Reis
1 Bund Frühlingszwieberl
1 Hand voll schwarzer Oliven
1 Hand voll Kirschtomaten
1/2 Feta (ca. 125g)
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Zutaten:
1 Kochtopf mit Deckel
1 Pfanne
1 Brett
1 Messer

Anleitung:
Reis nach Anleitung kochen.

Währenddessen die Frühlingszwieberl in feine Ringerl schneiden und in etwas Olivenöl in der Pfanne anbraten.

In der Zwischenzeit Oliven, Feta und Tomaten in mundgerechte Stückchen schneiden.

Den Reis zu den Frühlingszwieberl geben und ebenfalls kurz mitanrösten. Dann die Pfanne vom Herd nehmen und Oliven, Feta und Tomatenwürfel unterheben und sofort servieren.

Mahlzeit!

Freitag, 19. August 2016

Pancakes (à la Tom)

Heute gibt's ein Rezept, das ich bis jetzt noch nicht selbst ausprobiert habe, weil für die sonntäglichen Pancakes (leider nicht jeden Sonntag ;) ist mein Holder ganz alleine zuständig. Aber da er auch jedes Mal wieder nach seinem Lieblingsrezept in den unendlichen Weiten des Internets stöbern muss, dachte ich, ich tipp sein mittlerweile sehr erprobtes Rezept mal hier für ihn ab, damit er es dann nächsten Sonntag schneller finden kann und ich somit schneller an mein Frühstück komme. Ganz uneigennützig also :)


Rezept für ca. 2 Personen, wenn diese nur Pancakes zum Frühstück verzehren wollen:

Zutaten:
2 Eier
150g glattes Mehl
100ml Milch
50ml Sodawasser
1 EL Kristallzucker
1 Packerl Vanillezucker
1 Prise Salz
diverses Obst (Erdbeeren, Kirschen, Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Äpfel, Pfirsich, Bananen...)
Staubzucker
Schokosauce
Ahornsirup
Eis

Werkzeug:
2 Rührschüsseln
1 Mixer
1 Brett
1 Messer
1 Pfanne
1 Pfannenwender

Anleitung:
Eier trennen. Eischnee schaumig schlagen und kurz beiseite stellen.

Die Dotter mit Zucker schaumig schlagen, Mehl, Salz, Milch und Sodawasser zugeben und gut mischen. Dann vorsichtig den Eischnee unterheben.

Pfanne mit etwas Butter oder geschmacksneutralem Öl auf mittlerer Flamme erhitzen.

Dann die Beeren (je nach Größe noch etwas klein schneiden), oder die Apfelstückerl oder die Banane in Stückerl im Teig unterheben und je nach Vorliebe verschieden große Teigpatzer in die Pfanne "tropfen". Wenn sich die Pancakes gut ablösen lassen, wenden und von der anderen Seite ebenfalls goldgelb braten.

Gleich heiß mit Beeren garniert und Staubzucker bestreut servieren oder noch kurz in eine Warmhalte form geben, damit man dann gemeinsam alle auf einmal verspeisen kann.

Dazu passt Schokosauce, Ahornsirup, Eis (ich hatte das Joghurt-Preiselbeer-Eis von Spar, das echt traumhaft zu meinen Erdbeer-Pancakes passte...)

Bon Appetit!



Dienstag, 16. August 2016

Eierschwammerl-Lauch-Sahne-Spaghetti

Ich bin ja nicht so der Fan vom Schwammerl suchen. Durch den Wald stolpern, immer den Blick auf den Boden gerichtet... und schlussendlich übersehe ich eh den Großteil der Schwammerl, auch wenn sie so goldgelb aus dem Moos leuchten, wie Eierschwammerl. 

Aber mein Papa hat eine Nase und die nötige Leidenschaft dafür stundenlang den Wald abzugrasen - und er ist dann netterweise auch so großzügig, dass er mich auch immer mit einer großen Portion bedenkt. Essen tu ich sie nämlich schon gern, die Schwammerl. 

Heute gibt es eines meiner schnellen Lieblings-Gerichte mit Eierschwammerl. Nicht ganz so leicht vom Kaloriengehalt her, aber in jedem Fall lecker! Und da die Saison ja eh nicht sooo lange andauert, darf man sich hier auch schon mal was gönnen :)


Rezept für ca. 4 Portionen:

Zutaten:
1 Stange Lauch
1 große Knoblauchzehe
150g Eierschwammerl
125ml Sahne (ich hatte die 8%ige zum Kochen)
1 TL Mehl
getrockneter Thymian
getrockneter Majoran
1 großzügiger Schuß Weißwein (ich hatte einen Sauvignon Blanc)
1 Spritzer Zitronensaft
Salz
Pfeffer
Olivenöl
250g Spaghetti-Nudeln

Werkzeug:
1 Messer
1 Brett
1 Pfanne
1 Kochlöffel
1 Topf mit Deckel
1 Nudelsieb

Anleitung:
Nudeln nach Anleitung kochen, absieben und kurz beiseite stellen. 

Währenddessen, Lauch gut waschen, achteln und in ganz kleine Stückchen schneiden.
Knoblauchzehe schälen und ebenfalls fein haken.
Eierschwammerl (hoffentlich schon geputzt) in Stückchen schneiden. Nicht zu klein, da sie beim Anbraten ja noch etwas an Größe verlieren... 

Lauch und Knoblauchzehe in etwas Olivenöl anschwitzen.
Dann die Eierschwammerl dazugeben, salzen, pfeffern und kurz mitbraten lassen. Alles mit dem Mehl bestäuben. Jetzt den Schlagobers zugeben und mit den getrockneten Gewürzen, dem Schuß Weißwein und dem Spritzer Zitronensaft eindicken lassen und immer wieder abschmecken. 

Dann die Nudeln unterheben und kurz ziehen lassen, bevor dann heiß serviert werden darf.

Mahlzeit!


Mittwoch, 10. August 2016

Erdäpfel-Zucchini-Auflauf

Heuer habe ich ja versucht Gurken und Zucchini am Balkon zu ziehen, aber das hat leider nicht geklappt. Es blieb also bei Tomaten und Paprika und aufgrund des eher feuchten als sonnenreichen Sommers bis jetzt, sind auch diese beiden Gemüsesorten leider noch nicht reif geworden. Aber immerhin habe ich schon massig grüne Früchte am Balkon. Das wird schon noch... :)

Aber man soll ja trotzdem brav Gemüse essen, also hab ich mir letztens ein paar hübsche Zucchinis vom Gemüsemarkt mitgenommen. Und zu einem herrlichen Gemüse-Auflauf verarbeitet. Yummy!


Rezept für ca. 4 Portionen:

Zutaten:
300g Zucchini
500g Erdäpfel
3 große Zwiebeln (ich hatte zwei rote und eine weiße)
100ml Schlagobers
20ml Milch
1 Hand voll Salbei Blätter
1 Suppenwürfel
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Parmesan

Werkzeug:
1 Kochtopf mit Deckel
1 Gemüseschäler
1 Messer
1 Brett
1 Sieb
1 Pfanne
1 Reindl
1 Backrohr
1 Käsereibe

Anleitung:
Erdäpfel schälen und in feine Scheibchen schneiden. In etwas Salzwasser ca. 10min weich kochen und abseihen.

Die Zwiebeln ebenfalls schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden und in etwas Olivenöl in der Pfanne anbraten. Den Salbei zerzupft dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und dem halben Suppenwürfel abschmecken und ordentlich anbräunen. Dann beiseite stellen.

Währenddessen die Zucchini ebenfalls in Scheiben schneiden und beiseite stellen.

Den Schlagobers mit der Milch, Salz, Pfeffer und dem restlichen halben Suppenwürfel verquirlen.

Backrohr auf 180 Grad vorheizen.

Jetzt abwechselnd Erdäfelscheiben, Zwiebelringe und Zucchinischeiben in das Reindl schichten. Zwischendurch immer mal wieder salzen und pfeffern und eventuell auch schon mal zwischendurch etwas Parmesan drüber reiben.
Die oberste Schicht sollte entweder Erdäpfel oder Zucchini sein. Noch einmal ordentlich salzen. Dann den Schlagobers gleichmäßig darüber verteilen und eine schöne Schicht Parmesan drauf reiben.

Das ganze für ca. 30min bei Ober-/Unterhitze 180 Grad ins Backrohr geben, bis sich oben eine schöne goldbraune Kruste gebildet hat. Den Auflauf aus dem Rohr nehmen und ca. 10min auskühlen lassen, damit sich die Flüssigkeit etwas einziehen kann.

Heiß servieren - schmeckt aber auch kalt sehr lecker. Dazu passt ein grüner Salat.


Mahlzeit!

Mittwoch, 27. Juli 2016

Melanzani-Aufstrich

Meine mittlere kleine Schwester hatte Anfang Juli Geburtstag und hat in ihrem WG-Garten eine kleine Sommerparty gemacht. Als große Schwester durfte ich natürlich fleißig mithelfen - nicht nur beim Aufbau, sondern auch bei der kulinarischen Versorgung. Sie hat sich Aufstriche gewunschen. Neben meinem Fricholes-Aufstrich (Kidney-Bohnen-Aufstrich) hab ich ihr diesmal auch einen arabisch angehauchten Melanzani-Aufstrich als Erinnerung an ihr Auslandssemester in Istanbul gemacht. Sie hat sich gefreut und es ist nicht viel übrig geblieben... ;) Das sollte für sich sprechen.



Rezept für ca. 1 Baguette:

Zutaten:
1 große Melanzani
1 große weiße Zwiebel
3 mittlere Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz
Pfeffer
gemahlener Kreuzkümmel
Paprikapulver

Werkzeug:
1 Backrohr
1 Reindl
1 Stabmixer
1 Mixgefäß
1 Messer
1 Brett

Anleitung:
Zwiebel schälen und in Würfel schneiden.
Knoblauchzehen schälen und in Scheibchen schneiden.
Melanzani in Würfel schneiden.
Alles zusammen in das Reindl geben und mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und den Gewürzen vermischen.

Für ca. 30min bei 180Grad Umluft ins Backrohr geben, bis die Melanzani schön weich ist.

Dann alles in ein Mixgefäß geben und mit dem Stabmixer fein pürieren. Ev. noch etwas Olivenöl und ein paar Tropfen Wasser zugeben um die richtige Konsistenz zu bekommen.

Kühlen und dann später auf richtig krosses Weißbrot aufstreichen und genießen.

Guten Appetit!

Donnerstag, 16. Juni 2016

Gemüse-Nudeln mit Rindfleischstreiferl

Yiha. Ich habe Nudeln selbstgemacht und habe Pastagerichte wieder ganz neu für mich entdeckt. Und letztens ist uns auch noch ein leckeres Steak beim Grillen übrig geblieben. In Kombination mit bissfesten Gemüsestreifen und einer leckeren selbstgemachten Tomatensauce ... nooooch besser geht's grad nicht. Besonders da wir schon wieder eine frühsommerliche Regenzeit hier im Alpenvorland haben. Da darf es am Abend doch ein bisserl Urlaubsfeeling à la Italia geben. Als Seelentröster sozusagen... so lange, bis dann doch endlich der Sommer auch nach Österreich findet... :)


Rezept für 4 Portionen:

Zutaten:
120g Nudeln (zum Beispiel selbstgemachte)
1 rote Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 Hand voll Erbsenschoten
1 Paprika
2 mittlere Karotten
1 große Handvoll Kirschtomaten
1 EL Tomatenmark
1 Rindfleisch-Steak
Olivenöl
Salz
Pfeffer
getrocknete italienische Kräuter
1 Prise getrockneten Chili

Werkzeug:
1 Kochtopf mit Deckel
1 Nudelsieb
1 Pfanne
1 Messer
1 Schneidbrett
1 Gemüseschäler
1 Pfannenwender

Anleitung:
Steak in feine Streifen schneiden und ganz kurz in etwas Olivenöl mit etwas Salz und Pfeffer anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite nehmen.

Nudeln nach Anleitung kochen, abseihen und beiseite stellen.

Währenddessen Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und in feine Würfel bzw. feine Scheibchen schneiden. Beides in etwas Olivenöl anbraten.

Die Erbsenschoten halbieren. Karotten schälen und in feine Scheibchen schneiden. Paprika ebenfalls waschen und in feine Streifen schneiden. Das Gemüse ebenfalls in die Pfanne zu den Zwiebelwürfeln geben und kurz andünsten.

Die Tomaten in kleine Würfel schneiden und mit dem Tomatenmark und etwas Wasser in die Pfanne zum Gemüse geben. Großzügig salzen, pfeffern und mit den getrockneten Kräutern abschmecken.

Die Rindfleischstreifen zugeben und die Nudeln unterheben. Nochmals abschmecken. Kurz einziehen lassen und mit frischen Basilikumblättern garniert servieren.


Buon Appetito!



Donnerstag, 9. Juni 2016

Fleischlaberl (oder Fleischlaibchen oder Fleischpflanzerl oder ...)

Eine meiner absoluten Lieblingsspeisen und eines der ersten Gerichte, die ich ganz alleine gemacht habe: Fleischlaberl. Oder Fleischlaibchen oder wie unsere bayrischen Nachbarn sagen: Fleischpflanzerl. Dazu gibt's Erdäpfelpürree mit gerösteten Zwiebeln... oder einen schönen bunten Salat. Und die Fleischlaberl, die "übrig" bleiben, kann man am nächsten Tag mit etwas Ketchup, Salat, einer Tomatenscheibe und sonstigem Gemüse in ein Brötchen packen und so einen leckeren Snack genießen... ich muss aber gestehen, sehr viele bleiben bei mir nie übrig und lang überleben tun die wenigen Übriggebliebenen auch nie... man munkelt aber, dass man die Fleischlaberl sogar einfrieren könnte... :)


Rezept für ca. 2 Portionen:

Zutaten:
200g Faschiertes (ich hatte gemischtes)
1 Semmerl
1 kleine Zwiebel
1 große Knoblauchzehe
1 Ei
Salz
Pfeffer
getrockneter Majoran
1 TL Ketchup
Semmelbrösel
Sonnenblumenöl

Werkzeug:
1 Messer
1 Brett
1 Pfanne
1 Pfannenwender
1 Schüssel
1 Suppenteller
1 Knoblauchpresse.

Anleitung:
Zwiebel schälen und fein würfelig schneiden. Knoblauchzehe schälen und mit der Knoblauchpresse quetschen.
Beides in etwas Öl knusprig anbraten.

Währenddessen die Semmel ebenfalls in kleine Würfel schneiden und mit ein wenig Wasser anfeuchten, bis die Semmelwürfel schön matschig (aber nicht zu feucht!) sind.

Semmelwürfel, angebratene Zwiebel, Faschiertes, Gewürze und das Ei gut mit den Händen durchkneten und 6 kleine Laibchen formen. Diese dann noch mit Semmelbrösel panieren, damit die Laibchen später auch schön knusprig werden.

Ca. einen halben Zentimeter hoch Öl in der Pfanne erhitzen und die Laibchen auf jeder Seite ca. 3min rausbraten, bis die Laibchen schön knusprig und gold-braun sind.

Dann aus der Pfanne nehmen und kurz auf etwas Küchenrolle abtropfen lassen. Heiß servieren.
Dazu passt ein bunter Salat oder Kartoffelpürree.

Lasst es euch schmecken!
Mahlzeit!

Mittwoch, 25. Mai 2016

Ravioli mit Fleisch-Gemüse-Füllung und Rosmarin-Butter

Juhu! Urlaub - und ich hatte endlich mal wieder Zeit und vor allem Lust darauf, was "Richtiges" zu kochen. So sehr ich die schnelle Ruck-Zuck-Küche verehre, hin und wieder muss man auch mal in die Vollen greifen und was halbwegs Aufwändiges kochen. Und ein Urlaub daheim mit viel Regenwetter ist die perfekte Gelegenheit dafür.

Hier also mein Rezept für Ravioli mit einer Füllung aus Faschiertem und Gemüse, geschwenkt in Rosmarin-Butter. Dazu gab es einen herrlichen fruchtigen, etwas schwereren Zweigelt. Love it - you too?


Rezept für ca. 4 Portionen:

Zutaten:
für den Nudelteig:
siehe hier

für die Füllung:
250g Faschiertes
1 rote Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 kleine Zucchini
1 Karotte
3-4 TL Pesto (ich hatte Paprika- und Bärlauchpesto)
Salz
Pfeffer
getrocknete italienische Kräuter
getrocknete gemahlene Chili-Schoten
Olivenöl

für die Rosmarin-Butter:
ca. 30g Butter
Salz
Pfeffer
getrockneter Rosmarin

Werkzeug:
1 Pfanne mit Deckel
1 Brett
1 Messer
1 Gemüseschäler
1 Knoblauchpresse
1 Ravioli-Tray (ich hab sogar zwei - einmal für quadratische, einmal für dreieckige Ravioli)
1 Löfferl
1 Häferl (für Wasser)
1 Nudelholz
1 Nudelsieb
1 Schöpfkelle

Anleitung:
für die Füllung:
Zwiebel und Knoblauchzehen schälen. Zwiebel in Würfel schneiden und in etwas Olivenöl anbraten. Knoblauchzehen dazupressen und ebenfalls knusprig braten. Faschiertes zugeben und anbraten, bis nichts mehr rosa ist.
Währenddessen die Karotte schälen und fein reiben. Zucchini waschen und fein reiben. Mit den Händen gut ausdrücken und das Wasser wegschütten.
Gemüse ebenfalls in der Pfanne kurz mitdünsten lassen. Mit Salz, Pfeffer, getrockneten italienischen Kräutern und gemahlenem Chili abschmecken.
Dann etwas abkühlen lassen.
Vor dem Füllen immer noch etwas Pesto (ich hatte Paprika- und Bärlauch-Pesto) untermengen (ca. 1 TL Pesto auf 2 EL Füllung) und dann in die Ravioli füllen.


für die Ravioli:
Nudelteig bis Stufe 6 durch die Nudelmaschine drehen (Anleitung siehe hier).

Dann die Nudelplatte auf das Ravioli-Tray legen. Leicht festdrücken, sodass man die Umrisse des zukünftigen Raviolis erkennt. Füllung in den kleinen Kuhlen verteilen. Achtung: Nicht zu viel, sonst reißt der Teig! Ränder mit Wasser bestreichen. Eine zweite Nudelplatte darauflegen und mit dem Nudelholz festdrücken.


Den überschüssigen Teig entfernen und die fertigen Ravioli rausdrücken. Auf einem Backpapier verteilen und mit einem Geschirrtuch zudecken, damit sie nicht zu sehr austrocknen bis alle fertig sind.

Dann in Salzwasser al dente kochen (ca. 5-7min). Achtung - Nudelwasser sollte nicht köcheln, sondern die Ravioli sollten nur im heißen Wasser ziehen.


für die Rosmarin-Butter:
Während die Nudeln im heißen Wasser ziehen, die Butter in der Pfanne anbräunen und mit Salz, Pfeffer und getrocknetem Rosmarin abschmecken.

Die Nudeln mit der Schöpfkelle aus dem heißen Wasser nehmen und im Sieb abtropfen lassen. Dann in die Pfanne mit der gebräunten Rosmarin-Butter geben und kurz durchschwenken.

Eventuell mit frischem Basilikum (ich hatte Thai-Basilikum) dekorieren - heiß servieren. Dazu Rotwein! Mjam!

Samstag, 21. Mai 2016

Nudel-Teig: Pasta selbstgemacht!

Woop Woop! - Vor fast zwei Jahren hatte ich die Idee auch mal selbst Nudeln zu machen. Da ich mir schon gedacht hab, dass ich das nicht sooo oft machen würde, wollte ich mir dafür aber auch keine Nudelmaschine kaufen. Netterweise hat mir eine Kollegin auf meine Anfrage zwecks Leihgerät auf unserem Schwarzen Brett in der Firma die alte Nudelmaschine ihrer Oma geschenkt, weil sie sie nicht verwendet hat und das Ding nur auf ihrem Dachboden rumgestaubt hat. Dann hat die Nudelmaschine bei mir zwei Jahre rumgestaubt und heute - ein regnerischer Pfingstmontag - war DER Tag: Pasta-Day!

Da das Rezept, das ich mir aus Jamie Oliver-Büchern und Internet-Recherche und allem, was mein Speisekammer-Apothekerschrank an einem Feiertag hergegeben hat, zusammengebastelt habe, auf Anhieb funktioniert hat, möchte ich das gleich hier mit euch teilen.

Nudel machen ist weniger aufwändig als ihr Ruf. Also, wenn ihr auch mal einen verregneten Nachmittag habt, dann nutzt die Zeit. Sehr mediative Tätigkeit... ich bin jetzt auf jeden Fall tiefenentspannt, satt und zufrieden. Diesen Gefühlmix wünsch ich euch auch! :)


Rezept für ca. 4 Portionen:

Zutaten:
160g Hartzweizen-Gries (Nockerlgries aus Hartweizen)
140g glattes Mehl
1 gestrichener TL Salz
3 Eier

Werkzeug:
1 große Schüssel
1 Klarsichtfolie
1 Kühlschrank
1 Nudelholz
1 Nudelmaschine
1 Backpapier
1 Geschirrtuch

Anleitung:
Hartweizengries, glattes Mehl und Salz in einer Schüssel mischen.
In der Mitte eine Kuhle machen und die drei Eier hineinschlagen. Am Anfang mit einer Gabel verquirlen, dann mit den Händen zu einem festen, glatten, nicht-klebrigen Teig kneten.

Eine dicke Wurst formen, in Klarsichtfolie schlagen und zum Kühlen in den Kühlschrank stellen - für ca. 30min.

Währenddessen kann man die Nudelmaschine aufbauen. (Ich hab eine Marcato Classic Atlas 150. - Danke, Ilse!)

Den Teig in vier gleich große Teile teilen. Immer einen nach dem anderen verarbeiten, die anderen Teile im Kühlschrank belassen.

Das Teig-Viertel mit dem Nudelholz auf unter 1cm Dicke ausrollen und dann auf der größten Stufe durch die Nudelmaschine drehen (bei mir Stufe 1). Dann nacheinander bei den Stufen 3, 5 und 6.


Anschließend die Teigplatten zB durch den Streifendreher drehen.

Jetzt kann man die Nudeln entweder gleich in Salzwasser al dente kochen, oder zum Trocknen auf Backbleche, über Kleiderbügel oder - ganz professionell - über so ein Nudeltrocknergestell hängen.


Frisch hält sich die Pasta im Kühlschrank ca. 2-3 Tage. Richtig getrocknet (die Pasta muss richtig zerbrechen), ca. 4 Monate in einem luftdichten Gefäß.

Buon Appetito!

Montag, 16. Mai 2016

Gemüse-Hendl-Pfanne mit Karfiol-"Reis"

Über ein Monat kein Blog-Beitrag von mir - und das, obwohl ich beim letzten Mal schon Besserung gelobt habe. Furchtbar. Es tut mir leid. Und ich gelobe wieder Besserung. Mal schauen, ob es ab jetzt besser klappt.

Momentan gibt es nur gerade sehr viel zu tun (neue Wohnung, neue Aufgaben in der Arbeit, viel Freizeitstress...) und meine Handy-Kamera gibt leider - oder Gott sei Dank - auch langsam den Geist auf. Dafür hab ich aber mal wieder einen kleinen Beitrag für euch aus der Paleo-Reihe. Karfiol-Reis habe ich ja schon mal probiert (siehe Gebratener Karfiol-Reis mit Shrimps und Gemüse). Diesmal gibt es dazu eine Gemüse-Hendl-Pfanne... superlecker und gut für's Gewissen.

Lasst es euch schmecken!
(und nachdem wir jetzt auch endlich alle WC-Papier- und Handtuch-Halter für unsere neue Wohnung besorgt haben und jetzt wirklich nur mehr Einzelheiten fehlen, schaut's mal nicht ganz so schlecht für euch aus... ;) )



Rezept für ca. 4 Portionen:

Zutaten:
1 kleiner Karfiol (ohne Blätter und Strunk - ca. 800g)
1 rote Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 kleine Zucchini
1 mittlere Süßkartoffel
1 große rote Paprika
5 Stangen grüner Spargel
1 Hendlbrüstchen (à ca. 200g)
Olivenöl
Salz
Pfeffer
1 EL Mexikanische Gewürzmischung
frische Korianderblätter


Werkzeug:
1 Brett
1 Gemüseschäler
1 Messer
1 Pfanne mit Deckel

Anleitung:
Hendl in kleine Würfel schneiden.
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Hendlstückchen schön durchbraten. In der Pfanne auch schon salzen, pfeffern und mit etwas Mexiko-Gewürz bestreuen. Dann aus der Pfanne nehmen.

Während das Hendl brät, Zwiebel und Knoblauchzehen schälen. Zwiebel in grobe Würfel schneiden. Knoblauchzehen fein hacken. Beides in der Pfanne anbraten.

Währenddessen das Gemüse schnipseln:
Zucchini waschen und ebenfalls in Würfel schneiden. Süßkartoffel schälen und würfeln. Spargel in ca. 1cm lange Stücke schneiden.

Das restliche Gemüse ebenfalls zu den angerösteten Zwiebelwürfeln geben und salzen, pfeffern, mit Mexiko-Gewürz bestreuen und mitdünsten.


Während das Gemüse dünstet. den Karfiol von den Blättern und dem Strunk befreien und die Röschen fein hacken.

Wenn das Gemüse bissfest ist, den Karfiol-"Reis" zugeben und noch ca. 3-5min mitdünsten lassen.
Abschmecken! Mit frischen Korianderblättern bestreuen und servieren.

Mahlzeit!