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Mittwoch, 27. Juli 2016

Melanzani-Aufstrich

Meine mittlere kleine Schwester hatte Anfang Juli Geburtstag und hat in ihrem WG-Garten eine kleine Sommerparty gemacht. Als große Schwester durfte ich natürlich fleißig mithelfen - nicht nur beim Aufbau, sondern auch bei der kulinarischen Versorgung. Sie hat sich Aufstriche gewunschen. Neben meinem Fricholes-Aufstrich (Kidney-Bohnen-Aufstrich) hab ich ihr diesmal auch einen arabisch angehauchten Melanzani-Aufstrich als Erinnerung an ihr Auslandssemester in Istanbul gemacht. Sie hat sich gefreut und es ist nicht viel übrig geblieben... ;) Das sollte für sich sprechen.



Rezept für ca. 1 Baguette:

Zutaten:
1 große Melanzani
1 große weiße Zwiebel
3 mittlere Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz
Pfeffer
gemahlener Kreuzkümmel
Paprikapulver

Werkzeug:
1 Backrohr
1 Reindl
1 Stabmixer
1 Mixgefäß
1 Messer
1 Brett

Anleitung:
Zwiebel schälen und in Würfel schneiden.
Knoblauchzehen schälen und in Scheibchen schneiden.
Melanzani in Würfel schneiden.
Alles zusammen in das Reindl geben und mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und den Gewürzen vermischen.

Für ca. 30min bei 180Grad Umluft ins Backrohr geben, bis die Melanzani schön weich ist.

Dann alles in ein Mixgefäß geben und mit dem Stabmixer fein pürieren. Ev. noch etwas Olivenöl und ein paar Tropfen Wasser zugeben um die richtige Konsistenz zu bekommen.

Kühlen und dann später auf richtig krosses Weißbrot aufstreichen und genießen.

Guten Appetit!

Montag, 14. März 2016

Ofenerdäpfel mit Bärlauch-Topfen

So schnell geht es mit den Neujahrsvorsätzen. Sobald sie gefasst sind, im tiefsten Winter, sterben die meisten dann doch mit dem Frühlingsbeginn. Oder werden durch den Frühlingsbeginn wieder revitalisiert. Da der Winter ja mal wieder sehr schneearm war, bin ich fast immer trotz Kälte mit dem Rad in die Arbeit gefahren... und letzten Freitag sah ich beim Heimradln an der Au doch tatsächlich die ersten grünen Spitzen aus dem Laub blitzen. Und ein leichter unverkennbarer Knoblauchduft umhüllte meine vom Fahrtwind gerötete Nase... der Bärlauch ist da!! Er bringt euch mal wieder ein leckeres schnelles Abendessen-Rezept. Wichtig ist nur, dass ihr danach nicht mehr ausgeht und daheim bleibt... so gesund er ist, hat er doch einen kleinen knoblauchigen Nachteil... :)


Rezept für 2 große Abendessen:

Zutaten:
4 mittelgroße Erdäpfel
1 Magertopfen (à 250g)
1 große Hand voll Bärlauch
Saft 1/2 Zitrone
Salz
Pfeffer
1 EL Olivenöl
3 EL Milch

Werkzeug:
1 Backrohr
1 Backblech
4 Stückerl Alufolie
1 Müslischüsserl
1 Messer
1 Schneidbrett
1 Gabel

Anleitung:
Erdäpfel mehrmals rund herum mit der Gabel einstechen. In Alufolie wickeln und auf dem Backblech ins Backrohr geben. Backrohr auf 200 Grad Umluft einheizen und ca. 60min ins Backrohr geben.

Bärlauch waschen und in feine Streifen schneiden. Topfen, Milch, Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer zugeben und gut mischen.

Wenn die Ofenerdäpfel weich sind, je zwei Stück auf einen Teller legen, aus der Alufolie schälen, halbieren und mit 2 EL Bärlauchtopfen füllen.

Frisch gemahlenen Pfeffer darüber streuen und schmecken lassen.

Mahlzeit!


Sonntag, 10. Januar 2016

Kren-Aufstrich

Habt ihr Weihnachten, Silvester und die ganzen Feiertage gut überlebt? Es tut mir leid, dass von mir jetzt so lange Funkstille war. Irgendwie war die Vorweihnachtszeit wieder so stressig wie jedes Jahr und diesmal war der Herbst auch arbeitsbedingt so dicht, dass ich auch keine Rezepte vorbereiten konnte. Dabei wäre meine Liste sooooo lang. Aber dafür hab ich schon den passenden Neujahrsvorsatz: Das muss besser werden!

Aber heute zeige ich euch einen Teil unseres Familien-Weihnachtsessens. Klassisch für meine Region wäre ja eigentlich die Mettenwürstel in der Nudelsuppe am Heiligen Abend. Bei meinem Freund gibt's da klassisch Bratwürstl mit Bratkartoffeln. Aber da meine Mama ja eine "Zuagroaste" ist und keine Ahnung, wie es sich eigentlich zugetragen hat, gibt es bei uns eigentlich seit ich denken kann: Räucherlachs mit Weißbrot und Krenaufstrich (Kren = Meerrettich). Meine Mama hat da ein eigenes Rezept aus Schlagobers, Sauerrahm, Sardellenpaste, Cayennepfeffer... aber ich mag eigentlich meine Variante lieber - geht auch schneller. Und mein Holder und ich essen recht gerne Räucherlachs und damit ist meine Version auch die kalorienärmere Variante... aber Weihnachten, da muss es schon die Mama-Weihnachtsvariante sein. Heut zeige ich euch aber "mein" Rezept:

Rezept für ca. 4 Portionen:

Zutaten:
250g Magertopfen
1 Spritzer Zitronensaft
1 TL Olivenöl
1 daumengroßes Stück Kren
1 gehäufter TL Tafelkren
2-3 EL Milch (je nach gewünschter Konsistenz)
Salz
Pfeffer
frische Petersilie

Werkzeug:
1 Schüsserl
1 Gemüsereibe
1 Löfferl

Anleitung:
Kren schälen und fein reiben. Alle Zutaten gleichmäßig vermengen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kalt stellen. 

Dazu passt Räucherlachs, feine Zwiebelringerl (gerne von der roten Zwiebel), frische Kresse, Weißbrot (Baguette oder auch Toastbrot, frisch getoastet)...


Lasst es euch schmecken!! Und ein wunderschönes, erfolgreiches, zufriedenstellendes 2016. Bleibt gesund und munter :)


Sonntag, 29. November 2015

Fisch-Aufstrich

Ein Arbeitskollege von meinem Freund räuchert selbst frischen Fisch und vertickt den dann günstig an seine Arbeitskollegen. So kommen wir alle paar Wochen zu herrlich frisch-geräuchertem leckeren Fisch. Meistens wählen wir Forelle. Makrele ist uns meist zu fett.

Normalerweise essen wir die geräucherte Forelle einfach ganz klassisch mit einer Kren-Sauerrahm-Sauce oder einer Marinade aus Knoblauch, Petersilie, Zitronensaft und Olivenöl. Dazu gibt es Weißbrot. Ich weiß, nicht die gesündeste Wahl, aber weißes Brot schmeckt einfach am allerbesten zu Fisch. Finde ich.

Dieses Mal waren die beiden Forellen aber dermaßen groß, dass wir beide jeder nur etwas mehr als eine halbe Forelle verspeisen konnten. Und mit Fisch ist bekanntlich nicht zu spaßen, also habe ich ihn möglichst schnell weiterverarbeitet - zu einem herrlichen Fischaufstrich. Zum Reinlegen. Bitte probiert:


Rezept für mind. ein ganzes Baguette:

Zutaten:
250g Magertopfen
125g Geräucherte Forelle (entgrätet!)
1/2 Zitrone bzw. der Saft davon
1 EL Olivenöl
2-3 EL Milch
Salz
Pfeffer
Baguette in Scheibchen geschnitten (ich hatte hier ein richtig dunkles, knuspriges Vollkornbaguette)
frische Petersilie

Werkzeug:
1 Mischschüsserl
1 Gabel

Anleitung:
Entgrätete Forelle in kleine Stückchen zerteilen. Topfen, Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer zugeben und mit der Gabel gleichmäßig vermengen. Milch zugeben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Noch einmal mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
Kalt stellen.

Baguette in Scheiben schneiden und mit Fischaufstrich bestreichen. Mit grob gemahlenem Pfeffer bestreuen, ev. auch noch mit kleingehackter Petersilie.

Dazu gibt's bei mir rohes Gemüse, heute rote Paprika.
Und fertig ist ein herrliches schnelles Abendessen.


Mahlzeit!

Freitag, 16. Oktober 2015

Tzatziki - ein Klassiker

Ich war gerade höchstgradig erstaunt, dass ich euch noch nicht eines meiner absoluten Lieblingsrezepte vorgestellt habe - Tzatziki. Ich glaube, Tzatziki ist eines der ersten Sachen, die ich selber zubereitet habe. Wenn meine Eltern Gäste zum Grillen eingeladen hatten, dann mussten wir Kinder natürlich helfen. Eine deckt den Tisch, eine kümmert sich um Getränke, eine hilft beim Salat... ein Glück, dass wir gleich ein Dreimäderlhaus (bzw. mit Mama eigentlich sogar ein Viermäderlhaus) waren. Da hat sich die "Arbeitslast" gleich ein bisserl besser verteilt.

Tzatziki mache ich aber immer noch sehr gern, leider mittlerweile fast ein bisschen zu selten. Der Knoblauchatem ist halt meistens doch nicht soooo sexy, aber hin und wieder muss er dann doch sein. Schmeckt einfach zu gut und gelingt (Halleluja!) immer. Und ich hab auch noch niemanden getroffen, der bei Tzatziki verweigert hätte... hier also meine ganz unspektakuläre, klassische Lieblingsvariante von Tzatziki:


Rezept für 1 sehr große Portion oder 2 normale:

Zutaten:
1 Becher Joghurt (ich hatte sogar Griechisches Joghurt daheim)
1/2 Gurke
1 große Knoblauchzehe
1/2 TL getrockneter Dill
Salz
Pfeffer
1 Spritzer Olivenöl

Werkzeug:
1 Gemüseschäler
1 Gemüseraspel
1 Knoblauchpresse
1 Salatschüssel

Anleitung:
Gurke waschen, schälen, die Kerne entfernen und raspeln. Großzügig salzen und in die Salatschüssel geben. Ca. 10min stehen lassen und immer wieder den Gurkensaft abschöpfen (schmeckt sehr lecker!).

Die Knoblauchzehe schälen und zur Gurke (via Knoblauchpresse) pressen. Alles mit dem Joghurt vermischen. Mit Salz, Pfeffer und getrocknetem Dill abschmecken. Vorsicht mit der Knoblauch. Je länger das Zaziki steht, desto mehr zieht der Knoblauchgeschmack nach. Trotzdem schmeckt es am besten, wenn man das Tzatziki noch mindestens eine Stunde im Kühlschrank nachziehen lässt. Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Tzatziki schmeckt super als Beilage zu Gegrilltem (egal of pflanzlich oder tierisch) - bei mir gab's dazu Ofenkürbis -  aber auch großartig zu jeglichem Gebäck.
Womit kombiniert ihr am liebsten Tzatziki?

Lasst es euch - egal wie - auf jeden Fall schmecken.
Bon Appetit!


Nachtrag zum Ofenkürbis:
Kürbis waschen, entkernen und in Spalten schneiden. Mit Öl, Salz, Pfeffer, einer Prise Chili und getrockneten italienischen Kräutern vermengen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech für ca. 15min bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ins Backrohr geben. Fertig

Dienstag, 25. August 2015

Feta-Aufstrich

Ich gebe es zu - momentan bin ich richtig Feta-geil. Das liegt einfach daran, dass es gerade so lange soooo heiß war, dass ich überhaupt nichts Warmes essen wollte (außer Gegrilltes am Balkon), dass ich sehr viel einfache Salate und Aufstriche gemacht habe. Hauptsache schnell, einfach und kühl genießbar. Hier also meine Feta-Aufstrich-Variante - nix großartig Aufwendiges und trotzdem superlecker. 

Weiterer Bonusfaktor: Es bleibt mehr für mich, weil mein Holder jegliche Art von Käse hasst (außer geschmacksneutralen Mozzarella geschmolzen auf der Pizza.). Und ihm ist das eh auch recht, weil er hat so mehr Gelegenheit seiner Müsli-Liebe zu fröhnen... 


Rezept für ca. 2-3 Jausenportionen:

Zutaten:
1/2 Feta (ca. 125g)
Salz
Pfeffer
getrocknete Kräuter der Provence
Wasser oder Salzlake (vom Feta)
Olivenöl
leckeres, frisches Brot
frisches Gemüse (Tomaten, Gurken, Paprika...)

Werkzeug:
1 Mischgefäß
1 Gabel
1 Messer

Anleitung:
Feta mit etwas Wasser (ev. Salzlake) und Olivenöl zu einer streichfähigen Masse verarbeiten. Nach belieben Würzen, zB mit Salz, Pfeffer und getrockneten Kräuter der Provence oder auch Arabiatta-Gewürz oder Paprikapulver..., etc. abschmecken.

Gemüse waschen und aufschneiden.

Feta-Aufstrich auf Brotscheiben aufstreichen, frisch gemahlenen Pfeffer darübermahlen und mit frischem Gemüse genießen.

Mahlzeit!


Montag, 17. August 2015

Feta-Tomaten-Sauce aus dem Ofen

Diese herrliche Beilage hab ich beim Grillen bei Freunden das erste Mal vorgesetzt bekommen. Feta gut würzen, und in Alufolie auf den Grill setzen. Da wir meistens am Grill eh nicht so viel Platz haben, mach ich das ganze jetzt im Backrohr - schmeckt meiner Meinung nach auch gleich. Und vor allem, man kann sich diese sämige Feta-Tomaten-Sauce auch einfach machen, ohne den Griller anschmeißen zu müssen. Schmeckt ein bisschen wie grillen und Sommer und das auch bei Regenwetter indoors. Und es geht schnell... das ist ja oft die Hauptsache! :)


Rezept für ca. 2-3 Portionen:

Zutaten:
1/2 Feta (ca. 125g)
1 Hand voll Kirschtomaten
1 TL getrockneter Rosmarin
Salz
Pfeffer
etwas Olivenöl (ca. 2 EL)

Werkzeug:
1 kleines ofenfestes Reindl
1 Brett
1 Messer
1 Backrohr

Anleitung:
Den Feta grob zerhacken. Die Kirschtomaten achteln. Alles zusammen mit dem Rosmarin, etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer in das Reindl geben und gut verrühren.

Ca. 15min bei ca. 180Grad Ober-/Unterhitze ins Backrohr geben.

Achtung - das Reindl nicht zu voll anfüllen, weil der geschmolzene Feta und die Tomaten ganz schön blubbern. Auch ein Backpapier unterzulegen ist sinnvoll...

Dazu passt hervorragend Weißbrot, Gegrilltes (Gemüse und/oder Fleisch), ein grüner Salat...

Mahlzeit!


Dienstag, 4. August 2015

Hummus

Seit ich das erste Mal vor ca. 9 Jahren das erste Mal Hummus bei einer Freundin in London probiert habe, bin ich süchtig nach dem Zeug. Mittlerweile gibt es Hummus ja wirklich in jedem gut sortierten Supermarkt, wofür ich sehr dankbar bin. Trotzdem sind darin oft so viele Zusatzstoffe enthalten, oder  auch so viel Tahine oder Essig (was auch immer der da drin zu suchen hat?), dass der sogenannte "Hummus" wirklich nicht mehr essbar ist. Zu bitter oder zu sauer... 

Da ich aber doch 2-3 Hersteller gefunden habe, die mir schmecken, habe ich mir bis jetzt nicht die "Mühe" gemacht, Hummus selber zu machen. Dabei geht es (bis auf die Dauer des Kichererbsen-Einweichens) eigentlich echt ruckzuck. Die Krux ist das Abschmecken, aber da muss eh jeder nach seinen Geschmacksvorlieben gehen. Hummus selber zu machen ist auf jeden Fall einen Versuch wert. 


Rezept für ca. 4 Jausenportionen à 2 Brote:

Zutaten:
ca. 250-300g Kichererbsen (aus der Dose oder eingeweicht und gekocht)
30ml Olivenöl
4 TL Tahine (Sesampaste)
Saft einer Zitrone
etwas Wasser (für die Konsistenz)
1 Prise Chili (gemahlen)
1/2 TL Korianderkörner (gemahlen)
1/2 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
1/2 TL Paprikapulver (edelsüß)
Salz
Pfeffer

Werkzeug:
Kochtopf mit Deckel (falls Kichererbsen nicht gekocht gekauft werden)
Sieb
Pürierstab
Mixgefäß
Mörser und Stößel

Anleitung:
Getrocknete Kichererbsen mindestens für 6 Stunden in Wasser einweichen und dann ca. 30-40min weich kochen und auskühlen lassen.
Wenn man bereits gekochte Kichererbsen aus Glas oder Dose verwendet, kann dieser Schritt natürlich wegfallen.

Kichererbsen mit Zitronensaft, Olivenöl, Sesampaste und den Gewürzen in ein Mixgefäß geben und gut durchpürieren. Mit etwas Wasser die richtige Konsistenz erreichen und mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.

In ein Aufbewahrungsgefäß (Tupperware... ;) ) mit Deckel geben - dann ist der Hummus sicher über eine Woche im Kühlschrank haltbar.

Schmeckt superlecker auf frischem Brot, Knäckebrot, Mais- oder Reiswaffeln, zu Gemüsesticks, etc.

Und ich geb oft noch etwas frisch gemahlenen Pfeffer und ein paar Spritzer Zitronensaft vor dem Verspeisen drauf - großartig! Auch ein paar frische Basilikumblättchen hübschen das Ganze nicht nur auf, sondern runden den Geschmack auch noch herrlich ab.

Yummy und Mahlzeit!



Dienstag, 12. Mai 2015

Paleobrot mit Banane und Zucchini & Radieschen-Schnittlauch-Topfenaufstrich

Ich mag hier gar nicht zu viel über Paleo sagen, es gibt genügend andere, die sich da viel besser damit auskennen. Kurz zusammengefasst, ist Paleo - auch bekannt als "Steinzeit-Diät" - eine Ernährungsweise (und Philosophie), die sich daran orientiert, was die Menschheit während dem Paläolithikums (= die Altsteinzeit) zu sich nehmen konnte. Natürlich adaptiert auf die Gegenwart.
Grundsätzlich darf man also Gemüse, Obst, Nüsse, Samen, Fleisch, Fisch, Eier und gesunde Fette zu sich nehmen. Verzichtet wird auf alle Lebensmittel, die erst nach Einführung von Viehzucht und Ackerbau dazugekommen sind (Milch- und Getreideprodukte, Hülsenfrüchte...). Und auf Zucker, künstliche Zusatzstoffe, etc. natürlich sowieso.

Ich ernähre mich definitiv nicht Paleo, aber ich mag ein paar der Ansatzpunkte und daher hab ich vor kurzem dieses Bananen-Zucchini-Brot ausprobiert - allerdings mit einem nicht ganz paleo-konformen Topfenaufstich kombiniert. Und weil es wirklich gut geschmeckt hat, darf ich euch das ganze heute hier vorstellen. Die leichte nussige Süße des Brots passt einfach hervorragend zum frischen pikanten Radieschen-Schnittlauch-Topfenaufstrich.

"Ich mach mir die Welt - widewide wie sie mir gefällt..." ich hoffe, euch schmeckt's auch! :)


Rezept für mind. 2x lecker Abendessen für 2 Personen:

Zutaten:
für das Paleobrot:
1 mittlere Zucchini
1 Banane (nicht zu reif, sonst wird das Brot sehr süßlich)
150g geriebene Mandeln
2 EL Chiasamen
2 EL Leinsamen
4 EL Sonnenblumenkerne + ein paar mehr für die Kruste
1 TL Rapsöl
3 Eier
1/2 Packerl Backpulver
1 TL Salz
1/2 TL Korianderkörner gemahlen
1 Messerspitze Pfeffer

für den Topfenaufstrich:
250g Magertopfen
2 EL Milch
1 TL Olivenöl
1 TL Zitronensaft
5 große Radieschen
1 große Knoblauchzehe
frischer Schnittlauch (geschnitten ca. 3 gehäufte EL)
Salz
Pfeffer

Werkzeug:
1 Brotbackform
1 Backrohr
1 Mixer
1 Rührschüssel
1 Küchenwaage
1 Teigspachtel
1 Gemüsereibe
1 Schneidbrett
1 Messer
1 Knoblauchpresse

Anleitung:
für das Brot:
Backrohr auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Backform buttern und mit Mehl bestäuben.

Banane schälen und in mittlere Stücke brechen und in die Rührschüssel geben.

Zucchini fein mit der Gemüsereibe reiben und anschließend gut auspressen, sonst bleibt das Brot hängen. Die geriebene, ausgepresste Zucchini ebenfalls in die Rührschüssel geben.

Mandeln, Backpulver, Leinsamen, Chiasamen, Sonnenblumenkerne, Salz, Pfeffer, gemahlene Korianderkörner, Öl und Eier ebenfalls in die Rührschüssel geben und kurz durchmixen.

Anschließend den Teig in die Brotbackform geben, gleichmäßig verteilen, mit Sonnenblumenkernen bestreuen und dann für ca. 35min ins Backrohr geben. Ab ca. 30min Zahnstocherprobe machen, wenn kein Teig mehr am Zahnstocher hängen bleibt, Brot herausnehmen und auskühlen lassen.


für den Schnittlauch-Radieschen-Topfenaufstrich:
Knoblauchzehe schälen.
Schnittlauch fein schneiden.
Radieschen ebenfalls in kleine Würfel schneiden.

Magertopfen, Olivenöl, Milch, Zitronensaft, gepresste Knoblauchzehe, Schnittlauch und Radieschen in einer Müslischüssel vermengen. Eventuell noch etwas Milch zugeben, um eine cremigere Konsistenz zu erreichen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Beides für ein schnelles Abendessen oder Zwischenmahlzeit servieren. Dazu reiche man frisch gemahlenen Pfeffer, etwas frisch geschnittenen Schnittlauch und eventuell noch ein paar Paprikastreifen.

Lecker! Mahlzeit!


Montag, 13. April 2015

Bärlauch-Erdäpfel-Laibchen mit buntem Salat

It's Bärlauch-Time! Still! Again! Yippie!

Wochenende - mein Freund und ich sind extra mit zwei großen Plastiksackerln ausgestattet in der Au herumgestapft und haben Bärlauch gepflückt. Massenhaft! Und dann musste besagter Bärlauch auch gleich verarbeitet werden (siehe zB Bärlauchpesto), aber auch hier habe ich ein feines Abendessen aus drei Bärlauch-Variationen (er passt halt echt einfach überall dazu!!!) gebastelt. Trotzdem hab ich noch den halben Kühlschrank voll. Da wird es wohl noch einiges geben - Bärlauchsuppe, Bärlauch-Butterbrot, Bärlauch-Chips (??!!)... ich liebe Bärlauch!!

Viel Spaß beim Ausprobieren!


Rezept für ca. 10 Laibchen:

Zutaten:
für die Bärlauch-Erdäpfel-Laibchen:
500g Erdäpfel (festkochend)
ca. 120g frischer Bärlauch
1 Ei
40g Semmelbrösel + etwas mehr für die Panier
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

für den bunten Salat:
1/2 Eisbergsalat
1 Paprika
1 Karotte
1 Stange Sellerie
1/2 Zwiebel
1 Handvoll Kirschtomaten
1 Hand voll Cashewkerne
ein paar Blätter frischen Bärlauch oder Schnittlauch

für das Dressing:
1 TL Senf
1 TL Honig
1/2 TL Salz (gestrichen)
1 großzügige Messerspitze Pfeffer
Saft 1/4 Zitrone
ca. 20ml Balsamico
ca. 20ml Wasser
ca. 15ml Olivenöl

für den Bärlauch-Joghurt-Dip:
1 Becher Joghurt
ca. 30-40g frischer Bärlauch
1 TL Olivenöl
1 Spritzer Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Werkzeug:
1 Kochtopf mit Deckel
1 Rührschüssel
1 Brett
1 Messer
1 Gemüsereibe oder 1 Kartoffelstampfer
1 Suppenteller
1 große Pfanne
1 Pfannenwender
(ev. Backrohr zum Warmstellen)
1 Gemüseschäler
1 große Salatschüssel
Salatbesteck
1 Glas (oder sonstiges Mischgefäß für das Dressing)
1 Müslischüsserl (für die Sauce)

Anleitung:
für die Laibchen:
Erdäpfel halbieren, in Kochtopf geben, mit Wasser bedecken, ca. 1/2 TL Salz zugeben und weich kochen. Dann schälen und abkühlen lassen.

Währenddessen den Bärlauch waschen, trocken tupfen und fein schneiden.

Die Erdäpfel mit Hilfe des Kartoffelstampers bzw. der Gemüsereibe zermatschen. Bärlauch, Ei, Semmelbrösel und Gewürze zugeben und gut durchkneten. Abschmecken und bei Bedarf noch etwas Bärlauch, Salz, Pfeffer oder Muskat zugeben.

Ca. Handteller große Laibchen formen, noch einmal in Semmelbrösel wenden und beiseite stellen.

Ca. 0,5mm Öl in der Pfanne erhitzen, die Laibchen einsetzen und ca. 2-3min von beiden Seiten knusprig braun braten. Aus der Pfanne nehmen und eventuell in einem Backrohr warm halten (je nach Timing ;)


für den Salat:
Zutaten für das Dressing in ein Glas geben und ca. 1min fest verrühren, bis eine Emulsion entsteht.

Eisbergsalat waschen, Strunk entfernen, und in grobe Stücke zerreißen oder schneiden.
Zwiebel schälen und fein würfelig schneiden.
Karotte mit dem Gemüseschäler erst schälen und dann feine Streifen abraspeln.
Sellerie in feine Scheibchen schneiden.
Kirschtomaten vierteln.
Bärlauch oder Schnittlauch fein schneiden (oder sonstige leckere Gartenkräuter, die ihr gerade bei der Hand habt).
Bei der Paprika den Strunk entfernen, würfeln und gemeinsam mit allen Gemüsesorten in eine große Salatschüssel geben.

Dressing darüber kippen und gut vermengen, so dass alles gleichmäßig was abbekommt.

Cashewkerne in der Hand zerbröseln und zum Schluss darüber streuen.

für den Bärlauch-Joghurt-Dip:
Bärlauch waschen, abtropfen lassen, fein nudelig schneiden. Gemeinsam mit dem Joghurt in eine kleine Schüssel geben, mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl abschmecken und gut vermengen.

Alles gemeinsam servieren und genießen!

Dienstag, 31. März 2015

Bärlauchpesto

Es ist Bärlauchzeit!!!

Juhu. Der Frühling ist da und mit ihm, der frische Knoblauchgeruch beim Laufen gehen in der Au. Und wer auch keine Angst vor Knoblauchgeruch und -geschmack in der Küche hat, der besorge sich auch Bärlauch. Schleunigst! Bevor die gute Zeit wieder vorbei ist :) Ich bin ja eine Selberpflückerin, aber nicht jeder traut sich darüber (der soll es dann bitte auch sein lassen - ganz ungefährlich ist es ja nicht) oder hat überhaupt die Möglichkeit dazu.

Wie bereits bei meinem Pesto Nr.1 (siehe hier) erwähnt, bin ich noch ein ziemlicher Pesto-Selbermach-Neuling und wollte eigentlich hier im Frühjahr mit einer meiner Lieblingskochzutaten (Bärlauch!!) starten und nur für das Event der Küchenchaotin habe ich meinen Versuch schon vorgezogen - und ich bin noch immer begeistert von meiner letzten Kreation. Die neue steht der alten (Karotten-Haselnuss-Pesto) aber um nichts nach und die Farbe ist einfach unglaublich.

Eher zufällig ist mein 2. Pesto sogar (Trend!) vegan geworden - einfach aus dem Grund, weil ich keinen Parmesan daheim hatte und das Internet mir verraten hat, dass man als vegane Alternative Hefeflocken verwenden kann - und die hatte ich zufällig noch von der letzten Zwiebelschmalz-Herstellung daheim.

Zurück zum Bärlauchpesto: Ich möchte nur noch zwei Worte sagen: Grün - geil!
Seht und probiert selbst:


Rezept für ca. 6 Portionen:

Zutaten:
ca. 170g frischer Bärlauch
75g Pinienkerne
2 EL Sonnenblumenkerne (gehäuft)
2 EL Hefeflocken
1 TL Salz
1 Messerspitze gemahlener Pfeffer
1 Messerspitze gemahlene Muskatnuss
ca. 80ml Olivenöl (je nach Geschmack mehr, weniger)
+ noch etwas mehr Olivenöl zum Bedecken

Werkzeug:
1 Mixgefäß
1 Pürierstab
1 mittleres Marmeladeglas mit Deckel

Anleitung:
Bärlauch gut waschen und abtropfen lassen.
Alle Zutaten (aber nur ca. 2/3 vom Öl) in ein Mixgefäß geben, mit dem Pürierstab fein durchpürieren. Öl erst nach und nach zugeben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Noch einmal mit Salz, Pfeffer, Muskat, abschmecken, bei Bedarf noch einmal durchmixen.

In ein sauberes, heiß ausgewaschenes Marmeladenglas (auch der Deckel) füllen, glatt streichen, mit Olivenöl bedecken, so dass nichts heraussieht und kalt stellen. Dann hält das Pesto mind. eine Woche.

Rezeptideen folgen.

Freitag, 20. März 2015

Hirse-Karotten-Laibchen mit Knoblauch-Joghurt-Sauce

Hirse-Laibchen kenne ich schon von klein auf. Die hat meine Mama ganz oft für uns gezaubert. Mit verschiedensten Gemüsebeisätzen. Grundsätzlich muss ich meiner Mama wirklich zu gute halten, dass sie immer frisch für uns gekocht hat. Tiefkühlpizza und Co. hab ich erst sehr spät kennengelernt.

Aber zurück zu den Hirselaibchen - die hab ich eigentlich immer gern gegessen. Allerdings seit dem ich ausgezogen bin, hat es die nicht mehr gegeben. Das wird sich aber nach meinem ersten eigenen Versuch schnell ändern. Gewürzt mit Kreuzkümmel schmecken sie fast ein bisschen wie Falaffel, nur muss man dafür nicht schon 12h vorher die Kichererbsen einweichen, sondern kann relativ spontan agieren. Außen schön knusprig, innen weich und fruchtig, und dazu eine herrliche Joghurt-Knoblauchsauce... mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Gesund muss wirklich nicht fad schmecken (hab ich auch nie behauptet).


Rezept für ca. 4 Portionen (= ca. 14 kleine Laibchen)

Zutaten:
für die Hirse-Karotten-Laibchen:
1 Tasse Hirse
2 Tassen Brühe
3 mittlere Karotten (geschählt ca. 200g)
1,5 weiße Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1/2 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
Salz
Pfeffer
1 Ei (ev. 2 Eier, wenn die Masse wenig klebt)
Semmelbrösel (für die Panier)
Sonnenblumenöl

für die Joghurtsauce:
1 Becher Naturjoghurt à 250g
1 Handvoll Petersilie
2 Knoblauchzehen (Vorsicht - ich mag es ordentlich knoblauchig!)
1 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Werkzeug:
1 Brett
1 Messer
1 Knoblauchpresse
1 Gemüsereibe
1 kleiner Kochtopf mit Deckel
1 Pfanne
1 Pfannenwender
1 Esslöffel
1 Suppenteller

Anleitung:
für die Hirse-Karotten-Laibchen:
Hirse mit der Brühe in den kleinen Kochtopf geben und aufkochen lassen. Dann auf kleiner Flamme so lang weiterköcheln lassen, bis die Hirse die ganze Flüssigkeit aufgesaugt hat und schön al dente ist. Bei Bedarf noch ein bisschen Wasser zugeben.

Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Knoblauchzehen und Karotten schälen. Die Karotte fein reiben.

Zwiebel und gepresste Knoblauchzehen in der Pfanne anbraten. Dürfen ruhig etwas braun werden. Dann die geraspelten Karotten zugeben, salzen, pfeffern und kurz mitdünsten lassen.

Das Gemüse zur Hirse geben, mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer abschmecken und etwas auskühlen lassen. Sonst verbrennt man sich beim Laibchen formen die Finger. Das Ei (oder die Eier) zugeben und gut unterheben.

In den Suppenteller ca. 2cm hoch Semmelbrösel geben.
Dann immer mit ca. der Masse von einem EL Laibchen formen. Kurz in den Semmelbrösel wenden und beiseite legen.

Wenn alle Laibchen geformt sind, etwas Öl in der Pfanne erhitzen und die Laibchen von beiden Seiten goldbraun braten. Achtung beim Wenden: wendet man zu früh, zerfallen sie leicht. Sonst sollte es aber kein Problem sein.


für die Joghurt-Knoblauch-Sauce:
Joghurt, Zitronensaft, Olivenöl, gepresste Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer, feingeschnittene Petersilie vermengen und kurz durchziehen lassen - fertig!

Hirse-Karotten-Laibchen mit Joghurt-Knoblauchsauce anrichten und warm servieren.
Dazu passt sicher super ein herrlich knackiger grüner Salat, zB Eisbergsalat.
Hatte ich mal wieder nicht daheim, daher gab es bei mir die Hirselaibchen nur mit Joghurtsauce. Das hat aber auch großartig geschmeckt. Hirse und Joghurt sind wirklich gute Freunde.

Guten Appetit!

Dienstag, 17. Februar 2015

Karfiol-Laibchen mit Joghurtsauce

Karfiol und ich - ich glaube, wir werden noch richtig gute Freunde. Bis jetzt war ich Karfiol gegenüber ja eher gleichgültig eingestellt. Ich hab ihn halt gegessen. War weder groß begeistert noch furchtbar angeekelt. Er war okay. Aber da Karfiol anscheinend ein großer Bestandteil der Low Carb-Gemeinde ist, dachte ich, ich muss ihm wohl noch eine weitere Chance geben. Und wenn man etwas recherchiert, findet man hier richtig viele seeeehr lecker klingender Rezepte im world wide web um sich inspirieren zu lassen. So viele, dass ich mich fast eine Woche nicht entscheiden konnte. Aber das ist nur ein weiterer Vorteil vom Herrn Karfiol - er hält sich locker lässig eine Woche im Kühlschrank. Ohne Verschleißspuren. Sehr gut.

Lange Einleitung - kurzer Schluss: Ich habe schon wieder eine leckere Karfiol-Variation probiert und bin begeistert. Und meine bewährte schnelle Joghurt-Sauce passt unglaublich zu den von mir dann schlussendlich auserwählten Karfiol-Laibchen, die - by the way - außen richtig schön knusprig und innen richtig fein saftig geworden sind. Sogar mein Freund war überraschenderweise sehr begeistert. Das freut mich um so mehr.

Hier geht's zu meinem Rezpept:


Rezept für 2 Portionen:

Zutaten:
für die Karfiol-Laibchen:
1/2 Karfiol (=Blumenkohl)
1,5 große weiße Zwiebeln
3 mittlere Knoblauchzehen
1 Ei
ca. 40g Semmelbrösel (+ 4EL zum "Panieren" der Laibchen)
Sonnenblumenöl
Salz
Pfeffer
1 TL getrockneter Majoran

für die Joghurt-Sauce:
1 Becher Joghurt (ich hatte welches mit 0,1% Fett-Anteil)
1 mittlere Knoblauchzehe
frischer Schnittlauch
1 TL Zitronensaft (frisch)
Salz
grob gemahlener Pfeffer

Werkzeug:
1 Schneidbrett
1 Messer
1 Kochtopf mit Deckel
1 Nudelsieb
1 Knoblauchpresse
1 Pfanne
1 Kochlöffel
1 Erdäpfelstampfer
1 Suppenteller
1 Pfannenwender

Anleitung:
Für die Joghurtsauce:
Joghurt in eine kleine (Müsli-) Schüssel geben. Die Knoblauchzehe dazupressen. Zitronensaft und frischen klein geschnittenen Schnittlauch zugeben, alles gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kalt stellen, damit der Knoblauch noch etwas anziehen kann.

Für die Karfiol-Laibchen:
Karfiol waschen und in Würfel schneiden. In den Kochtopf geben, mit Wasser bedecken und stark salzen. Zum Kochen bringen und so lange köcheln lassen bis der Karfiol weich ist, aber nicht zerkocht! Mit dem Nudelsieb abseihen.

Zwiebeln und Knoblauch schälen. Zwiebel in feine Würfel schneiden und in der Pfanne mit etwas Sonnenblumenöl glasig dünsten. Knoblauchzehen mittels Knoblauchpresse dazupressen und alles etwas anrösten.

Karfiol wieder in den Kochtopf geben und mit dem Erdäpfelstampfer grob zerkleinern, Zwiebel-Knoblauch-Gemisch dazugeben. Das Ei, getrockneten Majoran, Salz, Pfeffer und die Semmelbrösel zugeben und alles gut verkneten. Ev. noch etwas mehr Semmelbrösel zugeben, falls die Konsistenz noch etwas zu matschig ist.

4 EL Semmelbrösel in einen Suppenteller geben. Mit den Händen aus jeweils ca. 1 EL der Karfiol-Masse kleine Laibchen formen (bei mir waren es 9 Stück) und noch einmal im Semmelbrösel-Teller wenden und von allen Seiten mit Brösel bedecken.

In der Pfanne etwas Öl erhitzen und die Karfiol-Laibchen auf beiden Seiten ca. 3min goldbraun braten.


Warm mit der Joghurtsauce und frischem, klein geschnittenen Schnittlauch servieren. Yummy!
Lecker dazu schmecken auch rohe Karottensticks (zum Dippen in der Joghurtsauce) oder ein schöner knackiger grüner Salat.

Mahlzeit!

Bin gespannt, wie es euch schmeckt. Habt ihr auch ein paar leckere Karfiol-(Blumenkohl) Rezeptideen für mich?

Sonntag, 8. Februar 2015

Karotten-Haselnuss-Pesto

Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, endlich mal ein Pesto selbst zu fabrizieren, allerdings dachte ich da eher an Bärlauchpesto oder Basilikumpesto. Da momentan ja nicht so die Zeit der Kräuter ist, habe ich mir diese Pläne eigentlich für den Frühling vorgemerkt. Allerdings kam mir dann das Bloggerevent #pestostorm der Küchenchaotin dazwischen, deren Blog ich schon seit längerem heimlich verfolge, weil sie sooooo tolle, gustiöse und leckere Fotos macht, dass mich jedes Mal der Neid packt (und der Hunger! :). 


Ausschlaggebend für die Aktion war die gegen die Blogger-Etikette verstoßende Aktion eines Nudelsaucen- und Pestoherstellers (nachzulesen hier). Die Blogger-Community reagierte darauf mit einem #dishstorm auf der facebook-Seite des Herstellers, was die Küchenchaotin dazu inspirierte einen #pestostorm zu starten - Für mehr selbstgemachtes Pesto auf unseren Tellern.


Da mein Blog sozusagen noch ein Baby ist, ich die Aktion aber wirklich lässig finde, habe ich mich entschlossen, dieser Aktion meine erste Pesto-Kreation zu widmen. Ich hatte als Hauptzutat nur Karotten daheim, also wurde - sozusagen aus der Not - ein wirklich leckeres Karotten-Haselnuss-Pesto geboren (*stolz bin*). 

Grundgedanke war, dass Karotten und geriebene Haselnüsse auch in einem meiner Lieblingskuchen (hier) großartig zusammenpassen, warum nicht also auch in einer pikanteren, cremigeren Form. Die getrockneten Tomaten und die geröstete Zwiebel sorgen für die gewisse Sämigkeit. Hier das Rezept zu meinem gelungenen (juhu!) Versuch. 

Ich weiß, dass zu einem Pesto eigentlich Öl, Nüsse und Parmesan gehören sollten, muss aber gestehen, dass bei meinem ersten Versuch kein Parmesan in meiner kleinen Küche aufzufinden war - das Pesto schmeckte trotzdem großartig. Mit Parmesan ist es aber auch toll. Was euch besser schmeckt, das dürft ihr selber entscheiden. Ausnahmsweise ;)

Rezept für ca. 4 Portionen:

Zutaten:
340g Karotten (geschält)
1 große weiße Zwiebel
3 mittlere Knoblauchzehen
50g getrocknete Tomaten
35g Pinienkerne
20g gemahlene Haselnüsse
1 TL Honig
1 TL Chili-Öl
85ml Olivenöl (ev. etwas mehr, wenn ihr Parmesan verwendet)
40g geriebener Parmesan (optional)
Salz
Pfeffer
getrocknete Chili (gemahlen)
getrocknete Kräuter der Provence
frischer Schnittlauch

Werkzeug:
1 kleiner Kochtopf (mit Deckel)
1 Sieb
1 Messer
1 Schneidbrett
1 Gemüseschäler
1 Pürierstab
1 Mixgefäß
1 Marmeladenglas

Anleitung:
Die Karotten waschen, schälen und in Scheibchen schneiden. Die Karottenscheiben in einen Kochtopf geben, mit Wasser bedecken, salzen und so lange kochen, bis die Karotten weich sind.
Dann im Sieb abgießen und abtropfen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Die Knoblauchzehen schälen. Die Zwiebel mit etwas Öl glasig dünsten. Zwei der Knoblauchzehen dazu pressen und mitrösten.

Karottenscheiben, getrocknete Tomaten, die angedünsteten Zwiebelwürfel und den Knoblauch, eine frisch gepresste Knoblauchzehe, Pinienkerne, Haselnüsse, geriebenen Parmesan, 1 TL Chili-Öl, 1 TL Honig, das Olivenöl, getrocknete Kräuter der Provence, sowie großzügig Salz und Pfeffer in das Mixgefäß füllen und mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer, gemahlenem Chili und getrockneten Kräutern abschmecken bzw. noch etwas Olivenöl zugeben um die gewünschte cremige Konsistenz zu erreichen.

Schmeckt superlecker als Brotaufstrich, auf Mais- oder Reiswaffeln, zu Nudeln oder zu Zucchini-Ersatznudeln (Exkurs folgt - Nachtrag: hier). Der nussige Geschmack der Zucchini-Streifen passt herrlich zum nussig-fruchtigen Geschmack meines Karotten-Haselnuss-Pestos. Nuss zu Nuss... sag ich da nur!


Falls Pesto übrig bleiben sollte in ein sauberes Marmeladenglas füllen und durchgehend mit Olivenöl bedecken, damit es sozusagen luftdicht abgeschlossen ist. Deckel fest verschrauben und in den Kühlschrank stellen. Hält sich mindestens eine Woche (länger hat es bei mir noch nie gehalten - schwuppdiwupp war's auch schon wieder weg :).


Lasst es euch schmecken!!!

Samstag, 27. September 2014

Guacamole (the real thing)

Tut mir leid für die längere Pause - mein Holder und ich haben's doch noch geschafft spontan wegzufahren und Sardinien mit unserem VW Bus unsicher zu machen. Aber hier bin ich schon wieder - höchst motiviert und inspiriert für neue Rezepte.
Heute gibt's aber noch etwas "Alt"-Bewährtes:

Über mein Faibel für jausnen und Dips und Aufstriche habe ich ja schon mal geschrieben (siehe hier). Das ist immer noch so. Ich mag aber auch Avocados. Nicht nur, weil sie so eine tolle Farbe haben, sondern weil sie auch geschmacklich super sind und man extrem viel aus ihnen machen kann. 

Meine Guacamole ist ein ganz klassisches Rezept - ungepimpt (meiner Meinung nach). Hier gilt definitiv weniger ist mehr. Und sie ist eigentlich auch ruckzuck gemacht. Man braucht ja nicht viel. 
Was ich gar nicht verstehe ist, warum manche sich trotzdem diese grauslige Fertig-Guacamole zum Dippen von Nachos kaufen. Grausam! Da ist immer dieser Weinbrandessig drinnen und das ganze Ding schmeckt überhaupt gar nicht nach Guacamole, sondern einfach nur nach Essig und Salz. Pfui! Wer einmal eine ordentliche Guacamole probiert hat, will nie wieder eines dieser Fake-Produkte - im Gegenteil. Mir wird richtig schlecht, wenn ich dran denke... wäh! Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich die nie gut gefunden habe. 

Anbei also mein Rezept für Ruckzuck-Guacamole - the one and only - the real thing!


Rezept für eine Schüssel Guacamole:

Zutaten:
2 Acovacos (reif!!!)
1 Handvoll Kirschtomaten
1/2 rote Zwiebel
1/2 Chili (nicht zu scharf)
1/2 Zitrone (bzw. der Saft davon)
Salz
Pfeffer

Werkzeug:
1 Schüssel
1 Gabel
1 Löffel
1 Messer
1 Schneidbrett


Anleitung:
Avocados mittels Messer rundherum einschneiden und außeinander drehen, so dass man zwei Hälften hat. Kerne entfernen, Fruchtfleisch mittels Löffel aus der Schale schaben und in die Schüssel geben. Zitronensaft dazugeben und fein zermatschen.

Kirschtomaten und Zwiebel (zuerst schälen) in feine Würfel schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben. Chili ganz, ganz fein schneiden und ebenfalls zugeben - dann mit Salz, Pfeffer und noch etwas Zitronensaft abschmecken.

Fertig!


Donnerstag, 28. August 2014

Zwiebelschmalz (vegetarisch)

Letzten Sommer war ich zu Gast bei lieben Freunden in Bern und bekam neben tollen Stadtführungen täglich auch noch das großartigste Frühstück serviert. Neben leckerem Schweizer Käse und anderen Leckereien gab es ein selbstgemachtes vegetarisches Zwiebelschmalz, das es mir sofort angetan hatte. Ich liebe Grammelschmalz, allerdings sollte man es wohl nicht zu oft konsumieren und das Zwiebelschmalz kommt geschmacklich ziemlich nahe an das "Original" heran. Naja... auch vegetarisches Zwiebelschmalz sollte man nicht zu oft konsumieren, aber das schlechte Gewissen fühlt sich dann etwas weniger schlimm an. Wenn es doch bloß nicht so lecker wäre!

Hier gibt's also die Variante des vegetarischen Zwiebelschmals meiner lieben Gastgeber.


Rezept für 2-3 kleine Marmeladengläser:

Zutaten:
150ml Sonnenblumenöl
250g Kokosfett
1 TL Salz
1 TL-Spitze grober frisch gemahlender Pfeffer
1/2 kleiner Apfel
1,5 mittlere Zwiebeln (weiß)
4 EL Hefeflocken (gibt's im Reformhaus)

Werkzeug:
1 Kochtopf
1 Messer
1 Brett
1 Messbecher
1 Esslöffel
2-3 kleine Marmeladengläser (eher niedrig und breit bietet sich an, damit man später mit dem Buttermesser gut dran kommt)

Anleitung:
Den halben Apfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in ganz feine Stückchen schneiden.
Die Zwiebeln schälen und ebenfalls in möglichst feine Würfelchen schneiden.

Die Zwiebelwürfel mit etwas vom Sonnenblumenöl dunkelbraun anbraten. Die Herdplatte auf niedrige Stufe stellen, dann die Apfelstückchen zugeben. Jetzt das restliche Sonnenblumenöl und das Kokosfett zugeben, bis das Kokosfett sich vollkommen aufgelöst hat. Salz und Pfeffer zugeben und umrühren, bis das Salz sich aufgelöst hat. Dann die Hefeflocken zugeben und gut umrühren.

Die Marmeladengläser samt Deckel gut säubern und das flüssige Zwiebelschmalz in die Gläser verteilen. Achtet darauf, dass überall ca. gleich viel Zwiebel- und Apfelstückchen, sowie Hefeflocken landen.

Da sich Apfelstückchen, Zwiebelwürfel und Hefeflocken am Boden absetzen beim Abkühlen immer wieder umrühren.

Wenn das Zwiebelschmalz fertig abgekühlt ist, Deckel drauf und kühl lagern.

Schmeckt besonders gut auf knusprigen Bauernbrot mit frisch gemahlenem Pfeffer drauf.

Tipp!
Das Zwiebelschmalz kann man auch super verschenken, dafür einen Stoffkreis ausschneiden und mit einem Stück Schnur um den Deckel binden und ein hübsches Etikett aufkleben. Voilà!


Donnerstag, 7. August 2014

Rote-Rüben-Joghurt-Dip oder -Aufstrich

Dips und Aufstriche sind keine geheime Leidenschaft von mir. Ich liebe jausnen und Brot. Und dazu gehören einfach Dips und leckerste Aufstriche. Kein Geheimnis - allseits bekannt!

Hier eine meiner Lieblingsvarianten für euch - mit roten Rüben (von denen hab ich ja schon beim letzten Eintrag geschwärmt) und griechischem Joghurt. Geht natürlich auch mit normalem Joghurt, aber das griechische Joghurt ist generell und dazu einfach ein Traum.

Dazu gibt's Grissini oder gutes Brot. Purismus ist schön.


Rezept für ca. eine Müslischüssel voll leckerem Dip bzw. Aufstrich:

Zutaten:
500g Rote Rüben gekocht
200g Griechisches Joghurt (ca. 10% Fett)
1/2 TL Salz
1 TL-Spitze gemahlener Pfeffer
1/2 TL Kreuzkümmel
Saft von einer halben Zitrone
1 EL Olivenöl
Grissini (ich hab am liebsten die Rosmarin-Grissinis vom Hofer)

Werkzeug:
1 Mixgefäß
1 Stabmixer
1 Messer
1 Brett

Anleitung:
Wenn die roten Rüben nicht gekocht gekauft wurden: Die Rüben in gesalzenem, heißen Wasser mit ca. 1 EL Kümmel (ganz bedeckt) weich kochen. Dauert ca. 15min. Dann auskühlen lassen und schälen.

Rote Rüben in grobe Stücke schneiden und in das Mixgefäß werfen. Joghurt, Salz, Pfeffer, Saft einer halben Zitrone, Kreuzkümmel und Olivenöl zugeben und mit dem Stabmixer fein pürieren bis keine größeren Stückerl mehr vorhanden sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig!


Passt hervorragend zum Dippen mit (Rosmarin-) Grissini oder auch als Brotaufstrich auf getoastetem Schwarzbrot oder zu knusprigen Baguette. 

Bon Appetit!

Sonntag, 29. Juni 2014

Lachs-Spinat-Erbsen-Strudel mit Joghurt-Kräutersauce

Ich glaube, Spinat ist - gefühlt - das Lebensmittel, das am häufigsten genannt wird, wenn man fragt, was jemand nicht isst/mag. Nicht nur bei Kindern... :) Das war bei mir nie so - Spinat fand ich immer schon toll. Cremespinat, Blattspinat, auf der Pizza, mit Nudeln, mit Gnocci, mit Nocken, Spinatcremesuppe... alles großartig! Und hier gibt's eine supertolle Kombination mit Lachs und Erbsen und Blätterteig. Ein Traum. Vielleicht sogar meine Lieblingsspeise! Und ganz schnell und easy gemacht.

Rezept für einen Strudel für ca. 4 Personen:

Zutaten:
Für den Strudel:
1 Rolle Blätterteig
400g TK-Spinat-Zwutschgerl
2 Lachsfilets (ohne Haut)
1 große Hand voll Erbsen
3 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer, gemahlen
Muskatnuss, gerieben
Milch

Für die Joghurtsauce:
1 Becher Joghurt (à 250g - alternativ geht auch 1 Becher Sauerrahm, oder 50/50)
div. frische Kräuter, kleingehackt
Salz
Pfeffer
1 TL Zitronensaft

Werkzeug:
1 Backrohr
1 Backblech
1 Stück Backpapier
1 Knoblauchpresse
1 Backpinsel
1 kleine Schüssel (für die Sauce)

Anleitung:
Backrohr vorheizen auf 180 Grad Umluft.

Knoblauch schälen, Lachs in Würfel schneiden (falls ihr Tiefkühl-Lachs nehmt, lasst ihn bitte vorher auftauen). 

Blätterteig auf dem Backpapier auf dem Backblech auflegen. Den mittleren Streifen etwas salzen, pfeffern und mit geriebener Muskatnuss besträuen, sowie eine gepresse Knoblauchzehe darauf verteilen. Dann gleichmäßig Lachswürfel, Spinatzwutschgerl und Erbsen darauf verteilen. Restliche Knoblauchzehen pressen und auch gleichmäßig darauf verteilen. Salzen, pfeffern, Muskatnuss - dann die Enden des Blätterteigs einschlagen. Jetzt den oberen Teil und den unteren Teil darauf legen und vorsichtig festdrücken.
Ich drehe den Strudel dann noch um, so dass er auf der "Naht" liegt, damit ja nichts aufgehen und/oder ausrinnen kann. Die Oberfläche noch mit ein bisschen Milch bepinseln und für ca. 25min ins Backrohr geben bis der Blätterteig schön goldbraun wird. Falls er nach 20min noch keine richtige Farbe angenommen hat, noch mal mit ein bisschen Milch bepinseln und die letzten 5min bei Oberhitze backen. 

Joghurt und Sauerrahm vermengen oder jeweils nur das eine oder andere in eine Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer, Kräuter und Zitronensaft nach Belieben "veredeln" und in den Kühlschrank stellen bis der Strudel fertig ist.

Den Strudel heiß servieren mit der Joghurtsauce - aber kalt schmeckt der Strudel auch noch hervorragend!

Mir läuft das Wasser im Mund zusammen... Guten Appeit!