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Dienstag, 16. August 2016

Eierschwammerl-Lauch-Sahne-Spaghetti

Ich bin ja nicht so der Fan vom Schwammerl suchen. Durch den Wald stolpern, immer den Blick auf den Boden gerichtet... und schlussendlich übersehe ich eh den Großteil der Schwammerl, auch wenn sie so goldgelb aus dem Moos leuchten, wie Eierschwammerl. 

Aber mein Papa hat eine Nase und die nötige Leidenschaft dafür stundenlang den Wald abzugrasen - und er ist dann netterweise auch so großzügig, dass er mich auch immer mit einer großen Portion bedenkt. Essen tu ich sie nämlich schon gern, die Schwammerl. 

Heute gibt es eines meiner schnellen Lieblings-Gerichte mit Eierschwammerl. Nicht ganz so leicht vom Kaloriengehalt her, aber in jedem Fall lecker! Und da die Saison ja eh nicht sooo lange andauert, darf man sich hier auch schon mal was gönnen :)


Rezept für ca. 4 Portionen:

Zutaten:
1 Stange Lauch
1 große Knoblauchzehe
150g Eierschwammerl
125ml Sahne (ich hatte die 8%ige zum Kochen)
1 TL Mehl
getrockneter Thymian
getrockneter Majoran
1 großzügiger Schuß Weißwein (ich hatte einen Sauvignon Blanc)
1 Spritzer Zitronensaft
Salz
Pfeffer
Olivenöl
250g Spaghetti-Nudeln

Werkzeug:
1 Messer
1 Brett
1 Pfanne
1 Kochlöffel
1 Topf mit Deckel
1 Nudelsieb

Anleitung:
Nudeln nach Anleitung kochen, absieben und kurz beiseite stellen. 

Währenddessen, Lauch gut waschen, achteln und in ganz kleine Stückchen schneiden.
Knoblauchzehe schälen und ebenfalls fein haken.
Eierschwammerl (hoffentlich schon geputzt) in Stückchen schneiden. Nicht zu klein, da sie beim Anbraten ja noch etwas an Größe verlieren... 

Lauch und Knoblauchzehe in etwas Olivenöl anschwitzen.
Dann die Eierschwammerl dazugeben, salzen, pfeffern und kurz mitbraten lassen. Alles mit dem Mehl bestäuben. Jetzt den Schlagobers zugeben und mit den getrockneten Gewürzen, dem Schuß Weißwein und dem Spritzer Zitronensaft eindicken lassen und immer wieder abschmecken. 

Dann die Nudeln unterheben und kurz ziehen lassen, bevor dann heiß serviert werden darf.

Mahlzeit!


Donnerstag, 16. Juni 2016

Gemüse-Nudeln mit Rindfleischstreiferl

Yiha. Ich habe Nudeln selbstgemacht und habe Pastagerichte wieder ganz neu für mich entdeckt. Und letztens ist uns auch noch ein leckeres Steak beim Grillen übrig geblieben. In Kombination mit bissfesten Gemüsestreifen und einer leckeren selbstgemachten Tomatensauce ... nooooch besser geht's grad nicht. Besonders da wir schon wieder eine frühsommerliche Regenzeit hier im Alpenvorland haben. Da darf es am Abend doch ein bisserl Urlaubsfeeling à la Italia geben. Als Seelentröster sozusagen... so lange, bis dann doch endlich der Sommer auch nach Österreich findet... :)


Rezept für 4 Portionen:

Zutaten:
120g Nudeln (zum Beispiel selbstgemachte)
1 rote Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 Hand voll Erbsenschoten
1 Paprika
2 mittlere Karotten
1 große Handvoll Kirschtomaten
1 EL Tomatenmark
1 Rindfleisch-Steak
Olivenöl
Salz
Pfeffer
getrocknete italienische Kräuter
1 Prise getrockneten Chili

Werkzeug:
1 Kochtopf mit Deckel
1 Nudelsieb
1 Pfanne
1 Messer
1 Schneidbrett
1 Gemüseschäler
1 Pfannenwender

Anleitung:
Steak in feine Streifen schneiden und ganz kurz in etwas Olivenöl mit etwas Salz und Pfeffer anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite nehmen.

Nudeln nach Anleitung kochen, abseihen und beiseite stellen.

Währenddessen Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und in feine Würfel bzw. feine Scheibchen schneiden. Beides in etwas Olivenöl anbraten.

Die Erbsenschoten halbieren. Karotten schälen und in feine Scheibchen schneiden. Paprika ebenfalls waschen und in feine Streifen schneiden. Das Gemüse ebenfalls in die Pfanne zu den Zwiebelwürfeln geben und kurz andünsten.

Die Tomaten in kleine Würfel schneiden und mit dem Tomatenmark und etwas Wasser in die Pfanne zum Gemüse geben. Großzügig salzen, pfeffern und mit den getrockneten Kräutern abschmecken.

Die Rindfleischstreifen zugeben und die Nudeln unterheben. Nochmals abschmecken. Kurz einziehen lassen und mit frischen Basilikumblättern garniert servieren.


Buon Appetito!



Mittwoch, 25. Mai 2016

Ravioli mit Fleisch-Gemüse-Füllung und Rosmarin-Butter

Juhu! Urlaub - und ich hatte endlich mal wieder Zeit und vor allem Lust darauf, was "Richtiges" zu kochen. So sehr ich die schnelle Ruck-Zuck-Küche verehre, hin und wieder muss man auch mal in die Vollen greifen und was halbwegs Aufwändiges kochen. Und ein Urlaub daheim mit viel Regenwetter ist die perfekte Gelegenheit dafür.

Hier also mein Rezept für Ravioli mit einer Füllung aus Faschiertem und Gemüse, geschwenkt in Rosmarin-Butter. Dazu gab es einen herrlichen fruchtigen, etwas schwereren Zweigelt. Love it - you too?


Rezept für ca. 4 Portionen:

Zutaten:
für den Nudelteig:
siehe hier

für die Füllung:
250g Faschiertes
1 rote Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 kleine Zucchini
1 Karotte
3-4 TL Pesto (ich hatte Paprika- und Bärlauchpesto)
Salz
Pfeffer
getrocknete italienische Kräuter
getrocknete gemahlene Chili-Schoten
Olivenöl

für die Rosmarin-Butter:
ca. 30g Butter
Salz
Pfeffer
getrockneter Rosmarin

Werkzeug:
1 Pfanne mit Deckel
1 Brett
1 Messer
1 Gemüseschäler
1 Knoblauchpresse
1 Ravioli-Tray (ich hab sogar zwei - einmal für quadratische, einmal für dreieckige Ravioli)
1 Löfferl
1 Häferl (für Wasser)
1 Nudelholz
1 Nudelsieb
1 Schöpfkelle

Anleitung:
für die Füllung:
Zwiebel und Knoblauchzehen schälen. Zwiebel in Würfel schneiden und in etwas Olivenöl anbraten. Knoblauchzehen dazupressen und ebenfalls knusprig braten. Faschiertes zugeben und anbraten, bis nichts mehr rosa ist.
Währenddessen die Karotte schälen und fein reiben. Zucchini waschen und fein reiben. Mit den Händen gut ausdrücken und das Wasser wegschütten.
Gemüse ebenfalls in der Pfanne kurz mitdünsten lassen. Mit Salz, Pfeffer, getrockneten italienischen Kräutern und gemahlenem Chili abschmecken.
Dann etwas abkühlen lassen.
Vor dem Füllen immer noch etwas Pesto (ich hatte Paprika- und Bärlauch-Pesto) untermengen (ca. 1 TL Pesto auf 2 EL Füllung) und dann in die Ravioli füllen.


für die Ravioli:
Nudelteig bis Stufe 6 durch die Nudelmaschine drehen (Anleitung siehe hier).

Dann die Nudelplatte auf das Ravioli-Tray legen. Leicht festdrücken, sodass man die Umrisse des zukünftigen Raviolis erkennt. Füllung in den kleinen Kuhlen verteilen. Achtung: Nicht zu viel, sonst reißt der Teig! Ränder mit Wasser bestreichen. Eine zweite Nudelplatte darauflegen und mit dem Nudelholz festdrücken.


Den überschüssigen Teig entfernen und die fertigen Ravioli rausdrücken. Auf einem Backpapier verteilen und mit einem Geschirrtuch zudecken, damit sie nicht zu sehr austrocknen bis alle fertig sind.

Dann in Salzwasser al dente kochen (ca. 5-7min). Achtung - Nudelwasser sollte nicht köcheln, sondern die Ravioli sollten nur im heißen Wasser ziehen.


für die Rosmarin-Butter:
Während die Nudeln im heißen Wasser ziehen, die Butter in der Pfanne anbräunen und mit Salz, Pfeffer und getrocknetem Rosmarin abschmecken.

Die Nudeln mit der Schöpfkelle aus dem heißen Wasser nehmen und im Sieb abtropfen lassen. Dann in die Pfanne mit der gebräunten Rosmarin-Butter geben und kurz durchschwenken.

Eventuell mit frischem Basilikum (ich hatte Thai-Basilikum) dekorieren - heiß servieren. Dazu Rotwein! Mjam!

Samstag, 21. Mai 2016

Nudel-Teig: Pasta selbstgemacht!

Woop Woop! - Vor fast zwei Jahren hatte ich die Idee auch mal selbst Nudeln zu machen. Da ich mir schon gedacht hab, dass ich das nicht sooo oft machen würde, wollte ich mir dafür aber auch keine Nudelmaschine kaufen. Netterweise hat mir eine Kollegin auf meine Anfrage zwecks Leihgerät auf unserem Schwarzen Brett in der Firma die alte Nudelmaschine ihrer Oma geschenkt, weil sie sie nicht verwendet hat und das Ding nur auf ihrem Dachboden rumgestaubt hat. Dann hat die Nudelmaschine bei mir zwei Jahre rumgestaubt und heute - ein regnerischer Pfingstmontag - war DER Tag: Pasta-Day!

Da das Rezept, das ich mir aus Jamie Oliver-Büchern und Internet-Recherche und allem, was mein Speisekammer-Apothekerschrank an einem Feiertag hergegeben hat, zusammengebastelt habe, auf Anhieb funktioniert hat, möchte ich das gleich hier mit euch teilen.

Nudel machen ist weniger aufwändig als ihr Ruf. Also, wenn ihr auch mal einen verregneten Nachmittag habt, dann nutzt die Zeit. Sehr mediative Tätigkeit... ich bin jetzt auf jeden Fall tiefenentspannt, satt und zufrieden. Diesen Gefühlmix wünsch ich euch auch! :)


Rezept für ca. 4 Portionen:

Zutaten:
160g Hartzweizen-Gries (Nockerlgries aus Hartweizen)
140g glattes Mehl
1 gestrichener TL Salz
3 Eier

Werkzeug:
1 große Schüssel
1 Klarsichtfolie
1 Kühlschrank
1 Nudelholz
1 Nudelmaschine
1 Backpapier
1 Geschirrtuch

Anleitung:
Hartweizengries, glattes Mehl und Salz in einer Schüssel mischen.
In der Mitte eine Kuhle machen und die drei Eier hineinschlagen. Am Anfang mit einer Gabel verquirlen, dann mit den Händen zu einem festen, glatten, nicht-klebrigen Teig kneten.

Eine dicke Wurst formen, in Klarsichtfolie schlagen und zum Kühlen in den Kühlschrank stellen - für ca. 30min.

Währenddessen kann man die Nudelmaschine aufbauen. (Ich hab eine Marcato Classic Atlas 150. - Danke, Ilse!)

Den Teig in vier gleich große Teile teilen. Immer einen nach dem anderen verarbeiten, die anderen Teile im Kühlschrank belassen.

Das Teig-Viertel mit dem Nudelholz auf unter 1cm Dicke ausrollen und dann auf der größten Stufe durch die Nudelmaschine drehen (bei mir Stufe 1). Dann nacheinander bei den Stufen 3, 5 und 6.


Anschließend die Teigplatten zB durch den Streifendreher drehen.

Jetzt kann man die Nudeln entweder gleich in Salzwasser al dente kochen, oder zum Trocknen auf Backbleche, über Kleiderbügel oder - ganz professionell - über so ein Nudeltrocknergestell hängen.


Frisch hält sich die Pasta im Kühlschrank ca. 2-3 Tage. Richtig getrocknet (die Pasta muss richtig zerbrechen), ca. 4 Monate in einem luftdichten Gefäß.

Buon Appetito!

Dienstag, 9. Februar 2016

Spaghetti mit Sardellen und Croutons

Heute gibt es mal wieder ein schnelles Rezept, dass ich mir schon vor Jahren mal von Jamie Oliver abgeschaut habe. Nicht, dass mir Jamie kochen beigebracht hätte - das war schon die Mama - aber er war schon ein sehr früher Begleiter :) 

Das Rezept für Spaghetti mit Sardellensauce und knusprigen Croutons ist aus Jamie Oliver's "Kochen für Freunde". Das war eigentlich mein erstes Kochbuch, das mir mein erster Freund geschenkt hat. Ohne Hinweis seinerseits - ich hab mir das Buch gewünscht. 

Hin und wieder wenn ich altes Brot daheim habe, oder auch nur Sardellen und Semmelwürfel, dann mach ich mir davon einen kleinen Teller. Ist äußerst sättigend und macht einfach glücklich. Und ein bisserl grinsen muss ich auch immer, wenn ich an die Zeit damals denke. Wie viel Blödsinn wir damals gemacht haben... und wie viel Herzschmerz es gegeben hat, und trotzdem war alles war so schön unbeschwert verglichen mit jetzt... Jetzt muss ich noch mehr grinsen. Kaum ist man 30 fängt man ja wirklich an, in der Vergangenheit zu schwelgen... :)


Rezept für eine Portion

Zutaten:
70g Spaghetti
3 Knoblauchzehen
1/4 rote Paprika
5 Sardellenfilets
1 Hand voll Brotwürfel
1/2 Zitrone (bzw. der Saft davon)
Olivenöl
Salz
Pfeffer
getrocknete italienische Kräuter
getrockneter Chili

Werkzeug:
1 Pfanne
1 Kochtopf mit Deckel
1 Brett
1 Messer
1 Nudelsieb

Anleitung:
Spaghetti nach Anleitung kochen und abseihen.

Währenddessen etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauchzehen schälen und in Scheibchen schneiden. Ca. die Hälfte davon in dem heißen Olivenöl mit Salz, Pfeffer, Chili und italienischen Kräutern anrösten. Dann die Brotwürfel zugeben und unter ständigem Rühren auf kleiner Flamme knusprig braten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Wieder etwas Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Die andere Hälfte Knoblauchscheibchen, Paprika und Sardellenfilets mit Salz, Pfeffer, Chili und getrockneten italienischen Kräutern auf ganz kleiner Flamme erhitzen. Mit dem Saft einer halben Zitrone ablöschen.

Spaghetti unterheben und gut mischen. Dann die Croutons unterheben und sofort servieren.

Guten Appetit!

Donnerstag, 28. Januar 2016

Asia-Nudelpfanne mit Hühnchen, Gemüse und Soja-Sesam-Sauce

Vor ein paar Tagen habe ich das herrliche Soja-Sesam-Dressing angesetzt und hab mir schon Mie-Nudeln und Gemüse für eine asiatisch angehauchte Nudelpfanne bereitgelegt.

Letzten Freitag Abend war ich dann wieder auf einer 30er-Feier eingeladen, mein Schatz hat bis tief in die Nacht mit seinen Freunden gezockt. Trotzdem mussten wir am nächsten Tag (Samstag) früh raus, weil wir mehrere Termine noch am Vormittag erledigen mussten - unter der Woche kommt man ja zu gar nichts. Und für unser neues Nest gibt es noch viel zu tun. Dementsprechend groggy kamen wir am frühen Nachmittag heim - aber diese Asia-Nudelpfanne hat uns den Nachmittag gerettet.

Bitte unbedingt nachkochen!


Rezept für ca. 6 Portionen:

Zutaten:
250g Chinesische Mie-Nudeln (Vollkorn)
125g Hühnchenbrust
3 mittlere Karotten
3 Stangen Frühlingszwieberl
3 Knoblauchzehen
1 großer roter Paprika
125g Weißkraut
125g TK-Erbsen
ca. 70ml Soja-Sesam-Dressing
1 TL Tahine
Salz
Pfeffer
Sojasauce
Sesamöl
getrockneter Chili
getrocknete Korianderblätter
getrockneter Thai-Basilikum
getrockneter Ingwer
2 TL schwarzer Sesam

Werkzeug:
1 Kochtopf mit Deckel
1 Sieb
1 große Pfanne
1 Brett
1 Messer
1 Kochlöffel

Anleitung:
Mie-Nudeln nach Anleitung in Salzwasser kochen und abseihen.

Währenddessen Karotten schälen und in Scheibchen schneiden. Paprika und Weißkraut in Streiferl und Frühlingszwieberl in Ringerl. Knoblauchzehen ebenfalls schälen und in Scheibchen schneiden.

Die Hühnchenbrust in kleine Würfel schneiden und in etwas Sesamöl, mit ein paar Knoblauchscheibchen, getrocknetem Koriander, Salz, Pfeffer und getrocknetem Chili knusprig anbraten. Aus der Pfanne nehmen.

In derselben Pfanne Frühlingszwieberl, Karotten, Paprika, Weißkraut und Erbserl mit etwas Sesamöl weich dünsten. Hühnchenwürfel und Nudeln unterheben. Das Soja-Sesam-Dressing, den TL Sesam-Paste, etwas Sojasauce, Salz, Pfeffer und die getrockneten Kräuter unterheben und abschmecken. Und noch ein paar Minuten ziehen lassen. Eventuell noch etwas Wasser zugeben, wenn die Nudeln zu trocken werden.

Ganz zum Schluss noch den schwarzen Sesam zugeben und unterheben.

Bon Appetit!

Samstag, 23. Januar 2016

Soja-Sesam-Dressing

Das Rezept für dieses vielfältige Nudel- oder Salatdressing ist mir irgendwo in einer Zeitschrift, die eigentlich hauptsächlich nichts mit Essen zu tun hat, unter gekommen. Hab es damals einfach abfotografiert und vergessen. Und vor kurzem bin ich wieder darüber gestolpert und hatte wirklich zufällig alle Zutaten im Haus, bis auf die Frühlingszwieberl. Die hab ich dann kurzerhand durch Lauch ersetzt. Ist ja eh nur sowas wie die große Schwester von den Zwutschgerl, oder? :)

Was soll ich sagen - dieses Dressing hat mich überzeugt. Die einzige Sauce, die ich ohne zu überlegen über Salat und über Nudeln kippen würde. Schmeckt unglaublich lecker und hält sich im Kühlschrank auch einige Wochen und bringt mal wieder Pepp und Abwechslung in meine momentane - aus Zeitmangel - Gewohnheitsküche :)


(Da das Dressing jetzt irgendwie einfach nicht hübsch zu fotografieren war, hab ich euch noch den kleinen selbstgemachten Igorfanten, den mir meine kleinste Schwester mal geschenkt hat, mit auf's Bild genommen... :)

Rezept für ca. 150ml:

Zutaten:
1/2 Stange Lauch
1 daumengroßes Stück frischer Ingwer
2 TL Sesampaste
4 TL Sojasauce
1 TL getrocknete Korianderblätter
50ml Sesamöl (ich hatte nicht mehr genug und hab davon zur Hälfte Olivenöl verwendet)
60ml Reisessig
Saft 1/2 Zitrone
Salz
frisch gemahlener Pfeffer (ich hab das Pfeffersteak-Gewürz von Spiceworld verwendet)

Werkzeug:
1 Brett
1 Messer
1 Mixgefäß bzw. Abfüllgefäß für ca. 150ml

Anleitung:
Ingwer schälen und in feine Würfelchen schneiden. Lauch ebenfalls fein hacken. Beides mit den restlichen Zutaten in das Mixgefäß mischen und gut schütteln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kalt stellen und mind. 4 Tage bis zur Verwendung ziehen lassen.

Kann als Salatdressing verwendet werden, aber passt gleichzeitig auch zu chinesischen Mie-Nudeln mit viiiiel Gemüse und angebratenem Hühnchen. Dazu gibt es aber eh bald noch einen Post :)

Lasst es euch schmecken!

Mittwoch, 13. Januar 2016

Lachs-Erbsen-Nudeln

Zu Weihnachten gibt es bei uns in der Firma immer einen phänomenal genialen Räucherlachs zu bestellen, zu einem phänomenalen Preis. Besagten norwegischen Räucherlachs gibt es aber nur im Stück von 1,5kg und da ich (Himmel sei Dank!) keine Mehr-Generationen-Großfamilie in meiner Zwei-Zimmer-Wohnung durchzufüttern habe, wird der Lachs von mir portioniert und eingefroren und überlebt als eiserne Reserve ca. bis Ende März.

Anbei schnelle Freitag-Abend-Nudeln mit fast allem, was noch im Kühlschrank war. Immer wieder lecker. Erbsen und Lachs passen einfach unglaublich gut zusammen. Und Weißwein rundet jede Sahnesauce ab - here we go: Mein phänomenales Rezept für Lachs-Erbsen-Nudeln! :)


Rezept für 4 Portionen:

Zutaten:
300g Nudeln
150g Erbsen
150g Räucherlachs
125ml Sahne (diesmal mit nur 7% Fett?? Unglaublich was es mittlerweile gibt!)
1 weiße Zwiebel
1 große Knoblauchzehe
Saft einer halben Zitrone
2-3 Schuß Weißwein
getrocknete Dillspitzen
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Werkzeug:
1 Kochtopf
1 Nudelsieb
1 Messer
1 Brett

Anleitung:
Nudeln in Salzwasser nach Anleitung al dente kochen und im Nudelsieb abseihen.

Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und in feine Würfel schneiden, dann in etwas Olivenöl anrösten.

Räucherlachs in Würfel schneiden und ebenfalls mit anrösten. Mit einem Schuß Weißwein ablöschen. Sahne und TK-Erbsen zugeben und mit Salz, Pfeffer, Dill und Zitronensaft abschmecken. Einmal kurz aufkochen lassen. Noch einmal abschmecken, eventuell auch noch einmal Weißwein zugeben.

Die Nudeln unterheben und ca. 5min einziehen lassen - auf kleiner Flamme. Noch einmal mit Salz und frischem Zitronensaft abschmecken und mit grob gemahlenem Pfeffer bestreut servieren.

Mahlzeit!


Donnerstag, 5. November 2015

Kürbis-Cashew-Pesto

Es ist immer noch Herbst, und was für einer. Heuer belohnen uns wirklich die Jahreszeiten... nach einem Traumsommer, kommt jetzt der goldenste Herbst, an den ich mich erinnern kann. Ich bin ja echt schon gespannt auf den kommenden Winter... (*auf Holz klopf*)

Herbstzeit ist immer noch Kürbiszeit und da meine letzte Pesto-Variation schon wieder eine Zeit lang her ist, hab ich mich an Kürbis-Cashew-Pesto versucht und wurde nicht enttäuscht. Man braucht auch nicht sehr viel Öl, weil der Kürbis von sich aus schon sehr sämig-cremig wird, wenn man ihn püriert. Die salzigen Cashew-Kerne passen hervorragend zum fruchtigen Kürbis und sorgen für einen superleckeren Kontrast. Herbst im Mund. Sozusagen.


Rezept für Pesto für ca. 6 Portionen Nudeln:

Zutaten:
für das Pesto:
ca. 450g Hokkaidokürbis (ohne Kerne)
2 weiße Zwiebeln
3 große Knoblauchzehen
70g Cashewnüsse
ca. 50ml Olivenöl
30g frisch geriebener Parmesan
Salz
Pfeffer
getrockneter Chili
getrocknete italienische Kräuter
Nudeln

Werkzeug:
1 Backblech
1 Backpapier
1 Backrohr
1 Mixgefäß
1 Pürierstab
1 Messer
1 Schneidbrett
1 Nudelsieb
1 Pfannenwender
1 sauberes Marmeladenglas mit Deckel

Anleitung:
Backrohr auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und alles in feine Würfel schneiden.
Hokkaido entkernen und in mittelgroße Würfel schneiden.

Zwiebel-, Knoblauch- und Kürbiswürfel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, großzügig salzen, pfeffern, mit getrocknetem Chili und Kräutern bestreuen sowie mit etwas Olivenöl beträufeln. Mit den Händen gut vermengen.

Backblech für ca. 15-20min in den Backofen geben, bis der Kürbis schön weich ist. Dann noch ca. 5min bei Grillfunktion anrösten. Achtung - darf gerne braun werden, soll aber nicht schwarz werden, das kann im Pesto sonst etwas bitter schmecken.

In ein Mixgefäß den geriebenen Parmesan, das Öl und die Cashewnüsse geben. Den gegrillten Kürbis (bis auf ca. 6 EL - diese im warmen Backrohr belassen) zugeben und fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer, getrocknetem Chili und getrockneten Kräutern abschmecken. Eventuell noch etwas Olivenöl zugeben um die richtige Konsistenz zu bekommen.


Nudeln nach Anleitung kochen. Mit beliebig viel Pesto vermengen (ca. 1 gehäufter EL pro Portion), mit den beiseite gestellten Kürbiswürfeln und frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.


Buon Appetito!


Übrig gebliebenes Kürbis-Cashew-Pesto ins saubere Marmeladenglas geben, oben mit einer Schicht Olivenöl abschließen und in den Kühlschrank stellen. Hält hier knapp eine Woche und schmeckt auch superlecker auf Walnussbrot.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Thunfisch-Tomaten-Nudelauflauf

Yiha! Es ist Herbst! Es ist Auflauf-Zeit. Und Pasta-Zeit. Und es gibt eigentlich nichts Praktischeres, als Auflauf. Den kann man bei Zeitmangel nämlich auch kalt essen und er schmeckt trotzdem herrlich. Und macht sich eigentlich fast von selbst und ist auch noch eine super  Einfach alles in eine Auflaufform packen, Käse drüber, ab ins Backrohr.

Die Variante mit Thunfisch und Tomaten war eine meiner ersten Kochvariationen, die ich mir selbst ausgedacht habe. Mit zarten und unschuldigen 12 Jahren... Vorher gab's nur Schinken-Nudelauflauf, der auch köstlich war. Aber leider waren nicht immer Schinken, oder zumindest Speck, im Kühlschrank.

Jetzt bin ich zwar Herr bzw. Frau über den Kühlschrank und die Speisekammer und darf selber einkaufen (was nicht immer sooo gut ist ;), aber den Thunfisch-Tomaten-Nudelauflauf gibt's trotzdem immer mal wieder. Weil er einfach lecker ist. Have a try!


Rezept für ca. 6 Portionen:

Zutaten:
250g Nudeln (Penne oder Fusilli)
2 mittlere weiße Zwiebeln
190g Thunfisch
250g Kirschtomaten
2 Eier
100ml Sahne
30g Parmesan
getrocknete italienische Kräuter
1 Prise gemahlener Chili
Salz
Pfeffer

Werkzeug:
1 Brett
1 Messer
1 Kochtopf mit Deckel
1 Sieb
1 Auflaufform
1 Backrohr
1 Käsereibe

Anleitung:
Nudeln nach Anleitung in Salzwasser kochen.

Backrohr auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Währenddessen Tomaten klein schneiden. Zwiebeln schälen und fein würfeln.
Eier, Sahne, Salz, Pfeffer, Chili und getrocknete Kräuter verquirlen.
Parmesan reiben.

Thunfisch, Zwiebel- und Tomatenwürfel und ca. 20g geriebenen Parmesan in der Auflaufform vermengen. Großzügig salzen, pfeffern und mit italienischen Kräutern vermengen.

Nudeln dazugeben, gut vermischen, die Eier-Sahne-Sauce darüber verteilen, noch einmal gut vermischen. Mit dem restlichen geriebenen Parmsan, Salz und Pfeffer bestreuen.

Die Auflaufform ins Backrohr schieben, für ca. 25-30min backen lassen.

Auflaufform herausnehmen und kurz abkühlen lassen, bevor man den Auflauf in Stücke schneidet.
Mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.

Buon Appetito!

Sonntag, 25. Oktober 2015

Spaghetti Carbonara

Yiha, mein Freund ist mal wieder unterwegs - Fliegerjungsausflug. Muss auch mal sein. Perfekte Chance für mich um mal wieder was zu kochen, was mein heikler Holder nicht mag. Diesmal Spaghetti Carbonara - die beinhalten nicht nur Käse, sondern auch noch Eier. Zwei in eins sozusagen. Das Rezept hab ich aus dem "Kochbuch mit der Maus" gelernt, das wir (meine Schwestern und ich) von meiner Mama bekommen haben, als sie wieder zu arbeiten angefangen hat. Hab zwar schon lange nicht mehr reingeschaut, aber das Rezept krieg ich trotzdem immer hin. Fast 20 Jahre Erfahrung sprechen da für sich ;)
Einfach großartig!


Rezept für 4 Portionen:

Zutaten:
250g Spaghetti
2 Eier
50ml Sahne
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
25g Parmesan
75g Speck
Sonnenblumenöl
Salz
Pfeffer

Werkzeug:
1 Kochtopf mit Deckel
1 Sieb
1 Brett
1 Messer
1 Käsereibe
1 Knoblauchpresse
1 Mixgefäß
1 Kochlöffel

Anleitung:
Nudeln nach Anleitung in Salzwasser kochen und im Sieb abgießen.

Zwiebel und Knoblauchzehe schälen. Zwiebel in feine Würfel schneiden.

Sonnenblumenöl im Kochtopf erhitzen. Zwiebelwürfel glasig anbraten. Knoblauchzehe dazupressen und ebenfalls mitdünsten lassen.

Speck in kleine Würfel schneiden und ebenfalls mitdünsten lassen.

Eier, Sahne, Salz, Pfeffer und geriebenen Parmesan verquirlen.

Nudeln zu den Zwiebel- und Speckwürfeln geben und gut durchrühren. Herdplatte ausschalten. Dann die verquirlten Eier schnell unterheben, damit das Ei nicht zu sehr stockt und sofort heiß servieren. Mit grobgemahlenem Pfeffer bestreuen.

Mahlzeit!

Dienstag, 6. Oktober 2015

One-Pot-Pasta mit Erdnüssen

Im Sommer habe ich den Job gewechselt. Ich bin zwar im selben Unternehmen geblieben, bin aber in einer anderen Abteilung und habe ein vollkommen neues Aufgabengebiet bekommen. Dementsprechend bin ich momentan bis über beide Ohren damit eingedeckt, mich dort schnellst- und bestmöglich zurechtzufinden. Und da ich jetzt aus dem mir schon bekanntem Umfeld rausgerissen wurde und somit in der Arbeit alles neu ist, fehlt mir momentan ein wenig die Muse abends noch lange in der Küche zu stehen... daher kam mir die Idee von der One-Pot-Pasta eigentlich ganz gelegen. 

Ich bin ja schon vor einiger Zeit mal über die Idee gestolpert, neu ist der "Trend" also wirklich nicht mehr. Ausprobieren wollte ich diese ominöse One-Pot-Pasta aber schon lange und habe mich mal wieder von der lieben Küchenchaotin inspirieren lassen. Was soll ich sagen? Es war mal wieder superlecker und meine Befürchtung, dass das ganze zu schlatzig und Fertignudel-mäßig werden würde, hat sich definitiv nicht bewahrheitet. Beim nächsten Mal nehme ich aber nur die halbe Menge, dank dem Erdnussmus ist das ganze nämlich wirklich sättigend und eine kleine Portion macht schon pappsatt. Seelenfutter. Zum schnell (und fast von selber) Kochen und langsam Essen. 


Rezept für 4 große Portionen:

Zutaten:
250g Nudeln
100g Erdnüsse
ca. 5 Kirschtomaten
2 mittlere Karotten
1 großer roter Paprika
1 große weiße Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 ca. 2cm langes Stück Ingwer
2 EL Sojasauce
1 EL Tomatenmark
1/2 Suppenwürfel
650ml Wasser
2 EL Erdnussmus
Salz
Pfeffer
Saft von 1/2 Zitrone
1 gehäufter TL getrockneter Koriander
ev. frische Basilikum- oder Korianderblätter

Werkzeug:
1 Gemüseschäler
1 Brett
1 Messer
1 großer Topf mit Deckel
1 Kochlöffel

Anleitung:
Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Paprika waschen, Karotte schälen, beides in Würfel schneiden. Knoblauchzehen und Ingwer schälen und ebenfalls in Würfel schneiden. Kirschtomaten waschen und achteln. Alles zusammen mit den Nudeln, dem Erdnussmus, Tomatenmark, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, getrocknetem Koriander, Sojasauce, zerbröseltem Suppenwürfel und Wasser in den Kochtopf geben und gut umrühren.


Kurz aufkochen lassen, dann auf kleiner Flamme ca. 10-15min köcheln lassen bis die Nudeln und das Gemüse al dente und die Sauce schön sämig sind. Immer wieder umrühren, damit sich nichts am Topfboden absetzt.

Mit frischen Basilikum- oder Korianderblättern garnieren. Eventuell noch ein paar Erdnüsse darüber streuen.

Fertig. Mahlzeit!
(Yummy!)

Samstag, 19. September 2015

Erbsenpesto-Nudeln mit Räucherlachswürfel

Ich weiß nicht, ob es die kühleren Temperaturen sind oder ob es daran liegt, dass langsam das satte Sommergrün den bräunlicheren Herbstfarben weicht - ich hatte gestern unglaubliche Lust auf Erbsen. Nachdem ich auch noch klitschnass nach der Arbeit heimgekommen bin, weil es natürlich genau dann in meiner kleinen Heimatstadt zu schütten anfängt, wenn man die Regenmontur nicht mit dabei hat, wollte ich einfach nur leckeres Soulfood.

Mein letzter Pesto-Versuch ist auch schon wieder eine Weile her - also durfte es mal wieder ein schnelles Pesto sein. Und zur Süße der Erbsen passt hervorragend etwas Salziges. Ich habe mich für Räucherlachs entschieden, könnte mir aber vorstellen, dass die ungarische Salami, die mein Holder von einem (ungarischen) Arbeitskollegen bekommen hat, auch hervorragend (nicht nur farblich) damit harmonieren könnte...


Rezept für 4 Portionen + 1 kleines Glas Pesto als Reserve:

Zutaten:
350g Erbsen
1 große weiße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
35g Pinienkerne
35g Cashewnüsse
15g Sonnenblumenkerne
ca. 40ml Olivenöl
getrockneter Majoran
1 Prise Chili
1 TL Chili-Öl
Salz
Pfeffer
Zitronensaft
ca. 100g Räucherlachs
200g Spaghetti
Parmesan (optional)

Werkzeug:
1 kleiner Kochtopf mit Deckel
1 Kochlöffel
1 Mixgefäß
1 Pürierstab
1 Messer
1 Brett

Anleitung:
Nudeln nach Anleitung kochen.

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und in feine Würfel schneiden. In etwas Öl anbraten - dürfen gerne leicht braun werden. Dann in das Mixgefäß füllen.

Dann die Erbsen (ich hatte TK-Erbsen) mit etwas Wasser weich köcheln lassen.

Währenddessen Pinienkerne, Cashewnüsse, Sonnenblumenkerne, Olivenöl, getrockneten Majoran, großzügig Salz und Pfeffer, die Prise Chili, das Chili-Öl und den Spritzer Zitronensaft in das Mixgefäß füllen. Die weichen Erbsen ebenfalls dazugeben und mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, eventuell noch Öl zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.


Nudeln mit dem Pesto vermengen, etwas einziehen lassen.
Währenddessen den Räucherlachs in kleine Würfel schneiden und vor dem Servieren über die Erbsenpesto-Nudeln streuen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer und eventuell mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen - Mahlzeit!


PS Das Pesto schmeckt übrigens auch ohne Räucherlachswürfel oder ungarischer Salami sehr lecker. Auch auf Brot mit etwas Käse... :)

Sonntag, 30. August 2015

Lasagne

Eine meiner absoluten Lieblingsspeisen ist Lasagne. Nicht nur vom Essen selbst her, sondern auch von der Zubereitung. Ja, sie widerspricht eigentlich meiner "Ruck-Zuck"-Vorliebe, aber irgendwie hat es was Schönes, wenn man mehrere Kochtöpfe am Herd hat und überall köchelt's und riecht's gut. Das andächtige Zusammenbauen macht mir dann fast noch mehr Spaß. Schicht um Schicht. Und oben noch eine knusprige Kruste. Am liebsten würde ich richtige Lasagnetürme bauen... Mir läuft das Wasser im Mund zusammen (gut dass daheim noch ein Reststückerl auf mich wartet).

Lasagne gibt es bei mir auch nur in horrenden großen Mengen. Diese Art von Aufwand zahlt sich nicht für zwei Personen aus. Außerdem schmeckt sie auch noch besser gemeinsam mit Freunden. Man kann die Lasagne auch toll am Vortag vorbereiten, kalt stellen und dann erst ins Rohr schieben, kurz bevor die Gäste da sind. Es gibt fast nichts Schöneres, als wenn sich der Geruch der Lasagne dann in der ganzen Wohnung verbreitet und man noch gemütlich quatschend einen Aperitif genießen kann. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude :)


Rezept für ca. 8 Portionen:

Zutaten:
für die Sauce:
2 mittlere weiße Zwiebeln
3 große Knoblauchzehen
500g Faschiertes (ich hatte reines Rindfleisch)
2 Dosen Tomaten
1 Packerl passierte Tomaten (a 250ml)
1 großer Paprika
1 kleine Melanzani
1/2 Zucchini (ich hatte noch eine gelbe aus dem Garten meiner Eltern)
ca. 5 getrocknete Tomaten
1 EL Balsamico
1 Spritzer Zitronensaft
Olivenöl
Salz
Pfeffer
1 Messerspitze getrockneter Chili
1/2 Suppenwürfel
getrocknete italienische Kräuter (Oregano, Basilikum, Rosmarin, Thymian, Majoran)
1 TL Mexikanisches Gewürz (mit Kreuzkümmel, Cayennepfeffer, ...)
1 TL ungarische Paprikapaste

für die Bechamel-Sauce:
50g Butter
1/2 l Milch
3 EL Mehl
Muskatnuss, gerieben
1/2 Suppenwürfel
Salz
Pfeffer

außerdem:
2 Packerl Lasagneblätter (ich mag die grünen am liebsten, leider bekommt man die nicht so leicht)
frischer Basilikum für die Deko
etwas Butter (zum Einfetten des Reindls)
1 Mozzarella (oder geriebener Mozzarella, Pizzakäse, Parmesan...)

Werkzeug:
1 großes Reindl (Auflaufform o.ä.)
1 großer Kochtopf (für die Sauce)
1 kleiner Kochtopf (für die Bechamel-Sauce)
1 Schneebesen
1 Kochlöffel
1 Schöpfkelle
1 Brett
1 Messer
1 Knoblauchpresse

Anleitung:
für die Sauce:
Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen. Zwiebel in Würfel schneiden und in etwas Öl im großen Kochtopf anbraten. Knoblauchzehen dazupressen. Dann das Faschierte mit Pfeffer, getrockneten italienischen Kräutern und das mexikanische Gewürz zugeben und anbraten, bis nichts mehr rosa ist.

Währenddessen die Karotten waschen und auf der Gemüsereibe grob raspeln. Paprika, Zucchini und Melanzani waschen und in kleine Würfel schneiden. Die getrockneten Tomaten in feine Streifen schneiden.

Karottenraspel zum Fleisch geben und kurz mitdünsten lassen. Jetzt auch das restliche Gemüse und die getrockneten Tomaten zugeben und ebenfalls kurz mitdünsten lassen. Jetzt die Tomaten aus der Dose und die passierten Tomaten zugeben, sowie den Balsamico (oder auch einen ordentlichen Schuss Rotwein), Zitronensaft, Suppenwürfel, Salz, Pfeffer, Chili, getrocknete italienische Kräuter, die Paprikapaste, ev. noch etwas mexikanisches Gewürz untermischen. Alles gut verrühren und mind. 30min köcheln lassen (je länger desto besser, damit sie sich schön reduziert). Immer wieder abschmecken, sie sollte etwas zu würzig/salzig sein, weil die Lasagneblätter ja dann doch auch noch etwas vom Salz aufsaugen.

für die Bechamel-Sauce:
Die Butter in einem kleinen Kochtopf schmelzen lassen. Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss und Suppenwürfel darin auflösen. Mehl dazugeben und kurz anschwitzen lassen, gut umrühren. Dann mit etwas Milch aufgießen und immer schön mit dem Schneebesen rühren. Langsam immer mehr Milch unterrühren. Aufkochen lassen, bis eine sämige Konsistenz entsteht. Ständig rühren, sonst setzt sich das Mehl gleich am Topfboden ab und es gibt Klümpchen. Noch einmal mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und beiseite stellen.

Zusammenbauen:
Backrohr auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mozzarellakugel ganz fein hacken und etwas salzen.

Das Reindl mit Butter ausstreichen. Den Boden dünn mit Bechamel-Sauce bedecken.
Dann eine Schicht Nudeln, ev. die Lasagneblätter brechen. Die Nudeln sollten sich nicht überlappen.
Dann eine Schicht Sauce (nicht zu dick, aber es sollten so gut wie keine Nudeln mehr sichtbar sein).
Jetzt einen Schöpfer Bechamelsauce auf der Bolognese-Sauce verteilen.
Wieder eine Schicht Nudeln. Und so fort. In der Mitte mal ca. 1/3 der Mozzarellaraspel auf eine Schicht Bechamelsauce geben.

Die Kruste bildet eine Schicht Nudeln die vollständig mit Bechamelsauce bedeckt werden sollte. Die restlichen Mozzarellaraspeln gleichmäßig darauf verteilen. Noch einmal salzen und pfeffern und dann ca. für 40min ins Backrohr. Mit der Zahnstocherprobe testen, ob die Lasagne bis unten durch ist. Sonst noch ein paar Minuten im Rohr lassen. Herausnehmen. Ca. 10min auskühlen lassen, damit sie etwas fester wird. Ansonsten zerrinnen die Stücke beim Herausheben aus dem Reindl auf den Teller zu sehr.

Mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen und ein frisches Basilikumblatt oben drauf setzen.


Dazu passt herrlich Rotwein und ein grüner Salat.

Buon Appetito!

Freitag, 3. Juli 2015

Gorgonzola-Zucchini-Spaghetti

Wie euch vielleicht aufgefallen ist, habe ich von Mitte bis Ende Juni fast nichts gepostet. Wir waren nämlich auf Urlaub - in der Schweiz und in Frankreich. Und es gab fast zwei Wochen kein Internet. Das war richtig erholsam... also verzeiht mir bitte meine Abwesenheit. 

Sowohl die Schweiz als auch Frankreich sind ja bekannt für ihre vielen großartigen Käsesorten und in jedem Supermarkt war ich in Versuchung. Leider "durfte" ich nicht. Wir hatten zwar eine Kühlbox in unserem VW Bus, aber da sich mein lieber Freund einfach so unglaublich vor Käse graust, durfte ich hier leider keinen Käse lagern. Also keinen Käse für die Isa... 

Kaum waren wir wieder daheim und mein Käsehasser auf kurzer Dienstreise, habe ich mir ein großes Stück Gorgonzola gekauft und geschlemmt. Gorgonzola auf Kornspitz ist wohl eine der besten Kombinationen überhaupt. Aber da das Käsestück so groß ausgefallen ist, hab ich damit auch noch ganz schnelle Nudeln gezaubert. Rezept anbei. Lecker war's. Und als der Käsehasser wieder daheim war, war der Gorgonzola auch schon ratzeputz verzehrt und alle Spuren beseitigt. Ich bin da ja tolerant. Und das mit dem Geruch versteh ich eh auch nicht. Wie kann so etwas leckeres wie Käse oft so widerlich riechen... :)

Aber jetzt zum Rezept meiner Gorgonzola-Zucchini-Spaghetti mit Kirschtomaten:


Rezept für ca. 4 Portionen:

Zutaten:
250g Spaghetti
2-3 Frühlingszwieberl
1/2 weiße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zucchini
1 Hand voll Kirschtomaten
50g Gorgonzola
Olivenöl
Arabiatta-Gewürz
Kräuter der Provence
Salz
Pfeffer

Werkzeug:
1 Kochtopf mit Deckel
1 Sieb
1 Knoblauchpresse
1 Schneidbrett
1 Messer
1 Kochlöffel

Anleitung:
Spaghetti nach Anleitung in Salzwasser al dente kochen und abseihen.

Währenddessen die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Knoblauchzehe schälen. Frühlingszwieberl in feine Scheibchen schneiden. Die Zucchini waschen, der Länge nach vierteln und in feine Scheiben schneiden. Kirschtomaten vierteln.

Zwiebelwürfeln, Frühlingszwieberlringerl und gepresste Knoblauch in etwas Olivenöl anschwitzen und leicht anbräunen. Dann den Gorgonzola zugeben und ebenfalls schmelzen lassen. Zucchini unterheben und kurz mitdünsten. Mit den Gewürzen, Salz und Pfeffer abschmecken. Spaghetti zugeben und gleichmäßig unterheben, ein paar Minuten im heißen Kochtopf einziehen lassen. Erst ganz zum Schluss die Tomaten unterheben.

Heiß mit frisch gemahlenem Pfeffer servieren - Mahlzeit!



Montag, 29. Juni 2015

Zucchini-Tortellini (Pimp my Fertig-Tortellini!)

Ich liebe Tortellini. Leider habe ich sie aus Zeitmangel noch nie selbst gemacht, sondern besorge mir immer die fertigen aus dem Supermarkt. Die sind so meine eiserne Ration, wenn es einmal schnell gehen muss und der Hunger groß ist. Im Restaurant esse ich sie allerdings eher selten, weil sie meistens mit einer sehr deftigen (Sahne-) Sauce einhergehen und ich eigentlich finde, dass Tortellini für sich eigentlich schon lecker genug sind.

Was ich aber schon mache, ist, dass ich die ganze Mahlzeit noch mit mehr Vitaminen anreichere. Sozusagen um die doch oft enthaltenen Geschmacksverstärker, etc. etwas auszugleichen... und mein schlechtes Gewisssen zu beruhigen, wenn ich doch einmal nicht ganz frisch koche.

Heute zeige ich euch meine Lieblingsvariante mit Zucchini. Aber auch Erbsen, Kirschtomaten, Auberginen, etc. schmecken super dazu. Oder eine klassische, ganz schlichte Tomatensauce - aber wie gesagt, eigentlich finde ich ja, dass Tortellini keine Sauce brauchen.

Und ja, ich hab noch immer die Nudelmaschine daheim, die ich mir letzten Herbst ausgeliehen habe und noch kein einziges Mal benützt habe. Wenn das Wetter mal wieder schlechter wird, probiere ich richtige Tortellini. Versprochen. Aber sehr hübsch werden die wohl nicht werden. Dafür kenne ich mein (nicht vorhandenes) handwerkliches Geschick zu gut. Über Tipps würde ich mich aber trotzdem freuen! :)

In der Zwischenzeit dürft ihr aber wirklich gerne die gepimpte Version probieren. Was pimpt ihr gerne?


Rezept für 2 Portionen:

Zutaten:
1 Packerl Tortellini nach Wahl (ich mag am liebsten die mit Spinat-Ricotta-Füllung)
1 kleine Zucchini
1 kleine weiße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Arabiatta-Gewürz (Oregano, Thymian, Rosmarin, Chili, ...)
Salz
Pfeffer
Parmesan (wer mag...)

Werkzeug:
1 Kochtopf
1 Sieb
1 Knoblauchpresse
1 Kochlöffel
1 Messer
1 Schneidbrett
ev. 1 Käseraspel

Anleitung:
Tortellini nach Anleitung in Salzwasser kochen, gut abtropfen und beiseite stellen.

Zucchini waschen, je nach Größe halbieren oder einfach gleich in dünne Scheibchen schneiden.
Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden.
(das kann man beides schon vorbereiten, während das Wasser heiß wird bzw. die Tortellini kochen...)

Im Nudelkochtopf etwas Olivenöl erhitzen, Arabiatta-Gewürz und Salz und Pfeffer gleich zugeben und kurz mitandünsten bevor dann die Zwiebelwürfel und die gepresste Knoblauchzehe dazugegeben werden. Die Zwiebelwürfel dürfen gern etwas bräuner werden. Ganz zum Schluss kurz die Zucchini-Scheiben mitdünsten - sie sollen ja nicht weich werden, sondern schön knackig und "al dente" bleiben.

Zum Schluss die Tortellini unterheben, noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleich servieren.

Wer mag, kann noch etwas frischen Parmesan darüber raspeln.

Fertig sind die gepimpten Tortellini - Mahlzeit!

Dienstag, 31. März 2015

Bärlauchpesto

Es ist Bärlauchzeit!!!

Juhu. Der Frühling ist da und mit ihm, der frische Knoblauchgeruch beim Laufen gehen in der Au. Und wer auch keine Angst vor Knoblauchgeruch und -geschmack in der Küche hat, der besorge sich auch Bärlauch. Schleunigst! Bevor die gute Zeit wieder vorbei ist :) Ich bin ja eine Selberpflückerin, aber nicht jeder traut sich darüber (der soll es dann bitte auch sein lassen - ganz ungefährlich ist es ja nicht) oder hat überhaupt die Möglichkeit dazu.

Wie bereits bei meinem Pesto Nr.1 (siehe hier) erwähnt, bin ich noch ein ziemlicher Pesto-Selbermach-Neuling und wollte eigentlich hier im Frühjahr mit einer meiner Lieblingskochzutaten (Bärlauch!!) starten und nur für das Event der Küchenchaotin habe ich meinen Versuch schon vorgezogen - und ich bin noch immer begeistert von meiner letzten Kreation. Die neue steht der alten (Karotten-Haselnuss-Pesto) aber um nichts nach und die Farbe ist einfach unglaublich.

Eher zufällig ist mein 2. Pesto sogar (Trend!) vegan geworden - einfach aus dem Grund, weil ich keinen Parmesan daheim hatte und das Internet mir verraten hat, dass man als vegane Alternative Hefeflocken verwenden kann - und die hatte ich zufällig noch von der letzten Zwiebelschmalz-Herstellung daheim.

Zurück zum Bärlauchpesto: Ich möchte nur noch zwei Worte sagen: Grün - geil!
Seht und probiert selbst:


Rezept für ca. 6 Portionen:

Zutaten:
ca. 170g frischer Bärlauch
75g Pinienkerne
2 EL Sonnenblumenkerne (gehäuft)
2 EL Hefeflocken
1 TL Salz
1 Messerspitze gemahlener Pfeffer
1 Messerspitze gemahlene Muskatnuss
ca. 80ml Olivenöl (je nach Geschmack mehr, weniger)
+ noch etwas mehr Olivenöl zum Bedecken

Werkzeug:
1 Mixgefäß
1 Pürierstab
1 mittleres Marmeladeglas mit Deckel

Anleitung:
Bärlauch gut waschen und abtropfen lassen.
Alle Zutaten (aber nur ca. 2/3 vom Öl) in ein Mixgefäß geben, mit dem Pürierstab fein durchpürieren. Öl erst nach und nach zugeben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Noch einmal mit Salz, Pfeffer, Muskat, abschmecken, bei Bedarf noch einmal durchmixen.

In ein sauberes, heiß ausgewaschenes Marmeladenglas (auch der Deckel) füllen, glatt streichen, mit Olivenöl bedecken, so dass nichts heraussieht und kalt stellen. Dann hält das Pesto mind. eine Woche.

Rezeptideen folgen.

Mittwoch, 4. März 2015

Tomatensugo à la "schnelle Isa" + Exkurs: Zucchini-Ersatznudeln

Für Tage, wo einfach nicht mehr viel Energie da ist und es einfach mal schnell und lecker sein soll - der Klassiker meiner Studentenzeit: "Nudeln mit Tomatensauce". Da ich aber noch nie ein Fan von Fertigprodukten war bzw. normalerweise nicht mal die daheim hatte, wenn der große Hunger angeklopft hat, aber dank meiner Mama immer Nudeln und Dosentomaten im Haus waren, gibt es hier mein langjährig erprobtes Lieblingsrezept für Tomatensauce. 

Mittlerweile esse ich sie nicht immer nur zu herkömmlichen Nudeln, sondern mache mir dazu ganz fein gehobelte Zucchini - sozusagen als Nudelersatz - gerade nach den Feiertagen kann man ruhig mal ein bisschen bei den Kohlenhydraten sparen und - versprochen - die Zucchini-Ersatznudeln schmecken ebenfalls superlecker und sättigen total. Das Sugo kocht sich eh praktisch von selbst und Dank Zwiebel und Karotte wird es richtig lecker fruchtig. Man nehme, was da ist. Viel Spaß beim Probieren und Varieren!


Rezept für 2 Portionen:

Zutaten:
Olivenöl
1 große Zwiebel (weiß oder rot - was halt gerade da ist)
1 große Knoblauchzehe
1 Karotte
1 Dose Tomaten
1 EL Tomatenmark
1 Schuß Balsamico
1 Spritzer Zitronensaft
Salz
Pfeffer
getrocknete Kräuter (Oregano, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Kräuter der Provence, Arrabiata-Gewürzmischung, ... was halt im Haus ist)
getrockneter Chili
1/2 Zucchini
Parmesan (wenn man ihn mag: wie man ihn mag - ich mag diesen fertig gemahlenen aus dem Plastiksackerl gar nicht, für mich gibt's Parmesan nur frisch gerieben oder gar nicht!)

wahlweise mit 
70-80g Nudeln pro Person oder 1 mittleren Zucchini pro Person

Werkzeug:
1 kleiner Kochtopf mit Deckel
1 Kochlöffel
1 Knoblauchpresse
1 Gemüseschäler
1 Reibeisen
1 Nudelsieb

Anleitung:
Zwiebel und Knoblauch schälen. Zwiebel feinwürfelig schneiden und in einem kleinen Kochtopf mit etwas Olivenöl glasig rösten. Knoblauch mittels Knoblauchpresse zugeben. 

Währenddessen die Karotte schälen und ganz fein hobeln. Ebenfalls zu den glasigen Zwiebeln geben und leicht mitdünsten lassen. 

Dann die Dosentomaten samt Flüssigkeit zugeben - die Tomaten zerstechen. Ich spüle die Dose noch mit ca. 2 Fingerbreit Wasser aus und geb dieses Tomatenwasser auch noch zur Sauce. Tomatenmark, Salz, Pfeffer, getrocknete Kräuter, etwas Chili, den Spritzer Zitronensaft und den Schuß Balsamico zugeben, gut umrühren und auf kleiner Flamme köcheln lassen. Immer wieder umrühren.

Nun entweder die gewünschten Nudeln nach Anleitung kochen. Oder die Zucchini waschen, halbieren und das Innere entfernen (wenn sie schon zu groß bzw. zu alt ist). Dann mit dem Gemüseschäler längs nach in Streifen schneiden.


Ich habe hier gleich alle eineinhalb Zucchini so bearbeitet und dann ca. ein Drittel der Zucchini-Streifen (die nicht so schön gelungenen) ganz zum Schluss unter die Tomatensauce gerührt. Die kann man natürlich auch in kleine Würfel schneiden (weniger Aufwand) je nach dicke der geschnittenen Zucchinis halt noch 2-3 Minuten köcheln lassen bis die Zucchinis weich, aber noch bissfest sind.

Dann die halbe Sauce über die fertigen Nudeln verteilen, gut umrühren, 2 Minuten einziehen lassen und dann auf dem Teller servieren. Wer mag, kann noch frischen Parmesan darüber streuen.


Bei den Zucchini-Ersatznudeln ähnlich vorgehen: Sauce allerdings nicht mehr einziehen lassen, sondern sofort servieren, damit die Zucchini-Nudeln schön "al dente" bleiben.


Anschließend noch Parmesan darüber reiben.

Buon Appetito!


Sonntag, 8. Februar 2015

Karotten-Haselnuss-Pesto

Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, endlich mal ein Pesto selbst zu fabrizieren, allerdings dachte ich da eher an Bärlauchpesto oder Basilikumpesto. Da momentan ja nicht so die Zeit der Kräuter ist, habe ich mir diese Pläne eigentlich für den Frühling vorgemerkt. Allerdings kam mir dann das Bloggerevent #pestostorm der Küchenchaotin dazwischen, deren Blog ich schon seit längerem heimlich verfolge, weil sie sooooo tolle, gustiöse und leckere Fotos macht, dass mich jedes Mal der Neid packt (und der Hunger! :). 


Ausschlaggebend für die Aktion war die gegen die Blogger-Etikette verstoßende Aktion eines Nudelsaucen- und Pestoherstellers (nachzulesen hier). Die Blogger-Community reagierte darauf mit einem #dishstorm auf der facebook-Seite des Herstellers, was die Küchenchaotin dazu inspirierte einen #pestostorm zu starten - Für mehr selbstgemachtes Pesto auf unseren Tellern.


Da mein Blog sozusagen noch ein Baby ist, ich die Aktion aber wirklich lässig finde, habe ich mich entschlossen, dieser Aktion meine erste Pesto-Kreation zu widmen. Ich hatte als Hauptzutat nur Karotten daheim, also wurde - sozusagen aus der Not - ein wirklich leckeres Karotten-Haselnuss-Pesto geboren (*stolz bin*). 

Grundgedanke war, dass Karotten und geriebene Haselnüsse auch in einem meiner Lieblingskuchen (hier) großartig zusammenpassen, warum nicht also auch in einer pikanteren, cremigeren Form. Die getrockneten Tomaten und die geröstete Zwiebel sorgen für die gewisse Sämigkeit. Hier das Rezept zu meinem gelungenen (juhu!) Versuch. 

Ich weiß, dass zu einem Pesto eigentlich Öl, Nüsse und Parmesan gehören sollten, muss aber gestehen, dass bei meinem ersten Versuch kein Parmesan in meiner kleinen Küche aufzufinden war - das Pesto schmeckte trotzdem großartig. Mit Parmesan ist es aber auch toll. Was euch besser schmeckt, das dürft ihr selber entscheiden. Ausnahmsweise ;)

Rezept für ca. 4 Portionen:

Zutaten:
340g Karotten (geschält)
1 große weiße Zwiebel
3 mittlere Knoblauchzehen
50g getrocknete Tomaten
35g Pinienkerne
20g gemahlene Haselnüsse
1 TL Honig
1 TL Chili-Öl
85ml Olivenöl (ev. etwas mehr, wenn ihr Parmesan verwendet)
40g geriebener Parmesan (optional)
Salz
Pfeffer
getrocknete Chili (gemahlen)
getrocknete Kräuter der Provence
frischer Schnittlauch

Werkzeug:
1 kleiner Kochtopf (mit Deckel)
1 Sieb
1 Messer
1 Schneidbrett
1 Gemüseschäler
1 Pürierstab
1 Mixgefäß
1 Marmeladenglas

Anleitung:
Die Karotten waschen, schälen und in Scheibchen schneiden. Die Karottenscheiben in einen Kochtopf geben, mit Wasser bedecken, salzen und so lange kochen, bis die Karotten weich sind.
Dann im Sieb abgießen und abtropfen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Die Knoblauchzehen schälen. Die Zwiebel mit etwas Öl glasig dünsten. Zwei der Knoblauchzehen dazu pressen und mitrösten.

Karottenscheiben, getrocknete Tomaten, die angedünsteten Zwiebelwürfel und den Knoblauch, eine frisch gepresste Knoblauchzehe, Pinienkerne, Haselnüsse, geriebenen Parmesan, 1 TL Chili-Öl, 1 TL Honig, das Olivenöl, getrocknete Kräuter der Provence, sowie großzügig Salz und Pfeffer in das Mixgefäß füllen und mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer, gemahlenem Chili und getrockneten Kräutern abschmecken bzw. noch etwas Olivenöl zugeben um die gewünschte cremige Konsistenz zu erreichen.

Schmeckt superlecker als Brotaufstrich, auf Mais- oder Reiswaffeln, zu Nudeln oder zu Zucchini-Ersatznudeln (Exkurs folgt - Nachtrag: hier). Der nussige Geschmack der Zucchini-Streifen passt herrlich zum nussig-fruchtigen Geschmack meines Karotten-Haselnuss-Pestos. Nuss zu Nuss... sag ich da nur!


Falls Pesto übrig bleiben sollte in ein sauberes Marmeladenglas füllen und durchgehend mit Olivenöl bedecken, damit es sozusagen luftdicht abgeschlossen ist. Deckel fest verschrauben und in den Kühlschrank stellen. Hält sich mindestens eine Woche (länger hat es bei mir noch nie gehalten - schwuppdiwupp war's auch schon wieder weg :).


Lasst es euch schmecken!!!

Sonntag, 26. Oktober 2014

Lachs-Grüne Bohnen-Pasta

Absolutes Soulfood. Geht schnell und wirkt doch raffiniert und schmeckt unglaublich lecker. Grüne breite Bohnen (keine Ahnung, wie die genau heißen) oder echte Fisolen passen einfach super zu Lachs. Nicht nur geschmacklich - auch das Lachsrosa passt gut zum Bohnengrün und macht so die Pasta zum echten Hingucker. Und dass es einfach echtes Seelenfutter ist, hab ich ja schon erwähnt. Macht einen miesen Tag wieder gut. Macht schlechtes Wetter draußen wieder erträglich. Päppelt nach großer sportlicher Leistung wieder auf. Macht einfach glücklich. Ohne Grund! Einfach so.


Rezept für ca. 4 Personen:

Zutaten:
2 Lachsfilets à 150g (zB von Hofer)
250g grüne Bohnen (ich hatte diese breiten flachen, aber stinknormale Fisolen schmecken auch super dazu)
1 große weiße Zwiebel
2 mittlere Knoblauchzehen
1/16 l Weißwein (eher trocken)
1/2 Becher Schlagobers (also ca. 125ml) - gerne die Low-Fat-Variante, aber ich strecke hier eh schon mit Milch um ein paar Kalorien einzusparen
1/8 l Milch
1 Stange frisches Zitronengras
1/2 Zitrone (bzw. der Saft davon)
Nudeln für ca. 4 Personen
Sonnenblumenöl
getrocknetes Lemongras
Pfeffer
Salz

Werkzeug:
1 Kochtopf mit Deckel
1 Pfanne
1 Brett
1 Messer
1 Nudelsieb
1 Nudelkralle (oder wie auch immer das Ding heißt)
1 Knoblauchpresse

Anleitung:
Bohnen/Fisolen waschen, Spitzerl wegschneiden und in grobe Stückerl von ca. 1,5-2cm Länge (wenn breite Bohnen), bei Fisolen ca. 3cm Länge schneiden. In einen Kochtopf geben, mit Wasser bedecken, etwas Salz zugeben und die Bohnen bissfest kochen. Abgießen und beiseite stellen.

Wenn die Lachsfilets nicht frisch sind, auftauen lassen und in Würfel schneiden.

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen. Zwiebel feinwürfelig schneiden.

Etwas Öl in der Pfanne erhitzen und Zwiebelwürfel glasig braten. Knoblauch via Knoblauchpresse zugeben. Dann die Lachswürfel zugeben und braten bis der Fisch durch ist. Mit Weißwein ablöschen, Zitronengrasstängel zugeben. Bohnen zugeben. Schlagobers, Milch und Zitronensaft zugeben und mit Salz, Pfeffer und getrocknetem Lemongras abschmecken und nochmal aufkochen lassen. Darf gerne etwas salziger sein, die Bohnen und Nudeln saugen dann doch Salz auf.

Nudeln nach Anleitung im Salzwasser kochen, abseihen und zur Bohnen-Lachs-Sauce geben.
Gut vermengen und noch ein paar Minuten auf kleinster Flamme in die Nudeln einziehen lassen.
Zitronengrasstängel herausnehmen.

Nudeln portionieren und mit frischem Pfeffer und etwas frisch gepresstem Zitronensaft beträufelt servieren.

Yummy!!!!